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Wasserfilter

Für den Endverbraucher gibt es mehrere Möglichkeiten, Trinkwasser zu filtern. Sehr populär sind Haushaltsfilter in Form von Kartuschen. Es ist aber auch möglich, Filter als Zwischenschritt in das hauseigene Trinkwassersystem einzubauen. Schlussendlich ist dies eine Kostenfrage.

Inhaltsverzeichnis

Wasserglas

Warum sollte man sein Leitungswasser filtern?

Generell ist zu sagen, dass Leitungswasser trotz immer wieder aufkommender Gegenargumente eines der am besten kontrollierten Lebensmittel hierzulande ist. Gesetzlich wird dies in der Trinkwasserverordnung geregelt. Natürlich ist es nicht möglich, die klare Substanz völlig frei von allem zu bekommen, was darin gelöst sein könnte, aber es gibt dennoch Grenzwerte, die deutlich niedriger liegen, als in anderen Ländern. Es ist also generell davon auszugehen, dass Leitungswasser in Deutschland zunächst einmal hervorragend gereinigt und gut kontrolliert ist. Dennoch gibt es einige Argumente für Wasserfilter. Die wichtigsten werden im Folgenden besprochen.

Eines der häufigsten Argumente ist Kalk. Je nach Region ist Leitungswasser hart oder weich. Dies lässt sich beim lokalen Anbieter erfragen. Noch einfacher ist es, auf die Webpräsenz des Wasserversorgers zu gehen und dort nachzuschauen. Hartes Wasser ist schlecht für Geräte wie Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Co denn es enthält gelöste Calcium- und Magnesiumionen. Diese setzen sich beim Kontakt mit den Geräten als Kesselstein ab. Mit entsprechenden Wasserfiltern passiert dies nicht so leicht und spart dementsprechend Zeit und Reinigungsmittel.

Lernt das Wasser richtig kennen, und es wird euch stets ein verlässlicher Freund sein.
Sebastian Kneipp, Pfarrer und Hydrotherapeut

Ein weiterer Grund für einen Wasserfilter ist die eventuell enthaltene Menge an Kupfer und Blei. Diese Metalle migrieren meist in Folge veralteter Wasserleitungen in das Wasser. Gute Filter verringern den Gehalt an Kupfer- und Bleiionen im Wasser. Schwermetalle können sich im Körper mit sehr unangenehmen Vergiftungserscheinungen bemerkbar machen. Dazu gehören beispielsweise Funktionsstörungen des Nervensystems und Einschränkung der Immunabwehr.

Natürlich finden auch Medikamente, Reinigungsmittel, Dünger und Abfälle produzierender Unternehmen ihren Weg in unseren Wasserkreislauf. Diese zu filtern ist schwierig, weil sie verschiedene chemische Zusammensetzungen aufweisen. Nicht jeder Filter ist in der Lage, alle Stoffe zu filtern.

Was ist wichtig für eine gründliche Trinkwasseraufbereitung?

In den zahlreichen Wasserwerken dieses Landes werden verschiedene Verfahren genutzt, um das Trinkwasser aufzubereiten. Dazu gehören mechanische, physikalische, chemische und biologische Verfahren. Die genaue Vorgehensweise kann beim lokalen Anbieter erfragt werden. Wer sich für eine weitere Aufbereitung zuhause entscheidet, muss einige Dinge beachten, damit das gefilterte Wasser nicht versehentlich kontaminiert wird.

Stiftung Warentest hat die gängigsten Filter getestet und festgestellt, dass die größte Gefahr vom Benutzer selbst ausgeht, zumindest was die Haushaltsfilter in Kleingeräten angeht. Werden die Kartuschen nicht regelmäßig gewechselt, mutieren sie zu Keimschleudern, denn im feuchtwarmem Klima vermehren sich Mikroorganismen hervorragend. Einige Hersteller treten dem Problem mit Hilfe von Silberionen entgegen. Diese können jedoch in das gefilterte Wasser migrieren und so in den Körper gelangen. Auch Silber ist schwach toxisch und somit nicht unbedingt gesundheitsfördernd.

In einigen Filtern wurde das sogenannte Dichlormethan gefunden. Es handelt sich dabei um einen Chlorkohlenwasserstoff welcher in den Kartuschen verarbeitet wurde. Die EU hat im Jahr 2012 strenge Auflagen im Bezug auf den Gebrauch dieses Stoffes erlassen weil er als potenziell krebserregend gilt.
Wer einen Wasserfilter nutzt, sollte diesen in der Zwischenzeit im Kühlschrank lagern, damit Mikroorganismen keine Chance haben, sich munter zu vermehren. Silber und Dichlormethan sollten nicht enthalten sein und die Kartusche muss regelmäßig gewechselt werden.

Umkehrosmose

Filter dieser Art nutzen ein physikalisches Verfahren in Verbindung mit Druck, um Wasser aufzubereiten. Meist werden Umkehrosmosefilter als Zwischenschritt vor dem Endverbrauch genutzt. Sie kommen aber nicht nur im Haushalt zum Einsatz sondern auch auf hoher See (Meerwasserentsalzung) und in Form mobiler Geräte in Ländern mit schlechter Trinkwasserqualität. Das Wirkprinzip beruht auf der Nutzung einer semipermeablen Membran. Das Wasser wird durch ein Kompartiment gedrückt, in dem zu filternde Stoffe in geringerer Konzentration vorliegen. Da bestimmte Substanzen um einen chemischen Ausgleich bemüht sind (Brownsche Molekularbewegung) externer Link, verbleiben die zu filternden Stoffe im Kompartiment mit der geringeren Konzentration und das gereinigte Wasser passiert den Filter. Es können Partikelgrößen bis etwa 0.0001 Mikrometer gefiltert werden.

Wer einen solchen Filter installieren will, ist dabei in der Regel auf einen Fachmann angewiesen. Die Kosten belaufen sich meist auf einen vierstelligen Eurobetrag. Der Filter muss, ähnlich wie die kleinen für den Hausgebrauch, regelmäßig gereinigt werden, und er verbraucht auch Strom, denn es muss ein gewisser Wasserdruck erzeugt werden, damit das Prinzip funktionieren kann. Meist ist ein solcher Filter auch noch mit einem anderen reinigenden Element wie beispielsweise einem UV-Licht Generator gekoppelt, um Mikroorganismen abzutöten. Die Umkehrosmosefilter müssen trotz Wartung und Reinigung regelmäßig ausgetauscht werden. Dies zieht Folgekosten nach sich.

Es ist möglich, Stoffe wie Medikamentenrückstände, Schwermetalle, Pestizide, Mineralien und Nitrat zu filtern. Neben den beachtlichen Wartungskosten entstehen jedoch auch noch erhöhte Wasserkosten, denn ein solcher Filter verbraucht relativ viel Flüssigkeit, um die gefilterten Stoffe fortzuspülen. Bei genauer Betrachtung ist ein solcher Filter für den Hausgebrauch weniger empfehlenswert. Er eignet sich jedoch für Verfahren in der Lebensmittelindustrie, und auch in medizinischen Anwendungen spielt er eine große Rolle.

Aktivkohlefilter

Filter dieser Art sind mit kleinen Kohlepartikeln bestückt. Kohle ist Kohlenstoff, und die Atome dieses Elements wirken sehr anziehend auf viele andere Stoffe. Die Reinigung des Wassers wird durch einen sogenannten Adsorbtions-Prozess realisiert. Neben groben Partikeln werden chemische Substanzen, Pestizide und Schwermetalle entfernt. Im Gegensatz zur Umkehrosmoseanlage bleiben die Mineralien allerdings enthalten.

Aktivkohlefilter haben den großen Vorteil, dass sie auch Geruchs- und Geschmacksstoffe sehr gut binden können und das gefilterte Wasser so sensorisch absolut rein ist. Hier gilt: Je feiner das Granulat ist, desto besser die Wirkung. Ein feines Granulat hat eine größere Oberfläche, und so kann eine größere Menge der unerwünschten Stoffe an den Kohlenstoffatomen haften bleiben. Allerdings ist es auch bei diesen Systemen notwendig, die Kartuschen regelmäßig zu wechseln. Je nach Aufbau erfolgt das mit Hilfe fachkundiger Unterstützung. Dies ist natürlich wieder ein Kostenfaktor, der vor dem Einbau eines solchen Filters in die Kalkulation mit aufgenommen werden muss.

Um bakterielles Wachstum zu verhindern, fügen einige Hersteller den Filtern Silber zu. Dies sollte beim Kauf überprüft werden, denn Silber wirkt schwach toxisch. Aktivkohlefilter haben sich vor allem in Ländern bewährt, in denen das Trinkwasser vom Versorger gechlort wird. Der unerwünschte Geruch und Geschmack kann so hervorragend entfernt werden.

Tip:
Dein Leitungswasser kannst Du entweder selber anhand eines speziellen Trinkwassertests testen oder Du beauftragst einen Experten, der zu Dir nach Hause kommt. Dieser kann Dir die genauen Wasser-Bestandteile noch etwas detaillierter aufschlüsseln als der Schnelltest.

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