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Vegan wie Du und ich: Vera #2

Die zweite Person, die ich interviewen durfte, ist Vera!



Seit wann lebst Du vegan und was war der Auslöser dafür? Gab es einen Schlüsselmoment oder war es eine Vielzahl von Gründen, die Dich zu diesem Entschluss bewegt haben?

Mittlerweile sind es schon fast zwei Jahre – wow, wie die Zeit vergeht! An einen Schlüsselmoment erinnere ich mich nicht, es waren wohl eher viele Gründe und ein stetig wachsendes Bewusstsein, insbesondere was den qualvollen Umgang mit Tieren in der Nahrungsmittelindustrie angeht, aber auch bezüglich Gesundheit und Umwelt. Damals habe ich gerade in Tel Aviv gelebt. Überwiegend vegetarisch hatte ich mich schon ernährt, seit ich 13 war – weil ich den Gedanken schrecklich fand, dass Tiere für mich getötet werden. Mir kam aber nie in den Sinn, was für ein Leid die Produktion von Milch und Eiern eigentlich mit sich bringt. Aber zu der Zeit fing ich an, mir solche Fragen zu stellen – z.B. warum ich niemals Eier aus Käfighaltung kaufen würde, mir aber bei Milch nie Gedanken deswegen machte.
Ich habe einfach mehr angefangen, nach links und rechts zu gucken, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Vielleicht hat auch dazu beigetragen, dass ich zu dem Zeitpunkt in einem anderen Land gelebt habe, wo man ja sich, seine Verhaltensweisen und seine Kultur noch mal mit anderen Augen sieht. Ich habe dann angefangen, immer mehr darüber zu lesen, u.a. vegane Blogs, die mich sehr begeistert haben! Und irgendwann, nachdem ich einen Salat mit Käse gegessen hatte, dachte ich mir: Nein, das möchte ich einfach nicht mehr, das fühlt sich nicht richtig an. Seitdem ernähre ich mich vegan und bin total glücklich mit dieser Entscheidung.

Hast du durch die Umstellung eine Veränderung in Dir bemerkt? Auf welchen Ebenen hat sich diese abgespielt?

Auf der körperlichen Ebene habe ich einige Veränderungen gespürt z.B. hat sich mein Hautbild deutlich verbessert. Mir geht’s wunderbar, ich fühle mich fit, bin als Veganerin z.B. schon ´nen Halbmarathon in unter zwei Stunden gelaufen und bewege mich generell sehr viel. Sogar die letzte Grippewelle habe ich heil überstanden 😉
Was ich aber als viel tiefgreifendere Veränderung wahrnehme, ist dieses befreiende Gefühl, bei diesem Thema nicht mehr weggucken zu müssen, nicht mehr die Augen verschließen zu müssen, weil man im Grunde genau weiß, dass unfassbares Leid geschieht, um unsere Gelüste zu befriedigen. Das hat mir eine viel intensivere Verbindung zur Umwelt und zu anderen verschafft. Klingt vielleicht für manche schräg, aber wenn ich jetzt die kleine Taube in unserem Hinterhof sehe, empfinde ich viel mehr Mitgefühl für dieses kleine Lebewesen als vorher. Wie es auch im Yoga praktiziert wird: Wir sind alle eins, eigentlich unzertrennbar! 🙂

Wie hat Dein Umfeld auf Deine Umstellung reagiert?

Sehr unterschiedlich. Mein Mann hat mich immer dabei unterstützt, selbstbewusst für meine Ideale und Wünsche einzustehen, das war besonders in der Anfangszeit super wichtig. Im Grunde hat mir das auch dabei geholfen, den Schritt überhaupt zu gehen. Denn leider wird man mit viel Skepsis und Kritik konfrontiert. Ich musste mir schon echt viele negative Kommentare oder Sprüche anhören, obwohl ich anderen meine Meinung dazu nie ungefragt gebe, da bin ich eigentlich ziemlich zurückhaltend. Wahrscheinlich fühlen sich viele mit ihrer Entscheidung, Fleisch, Milch etc. zu konsumieren, doch nicht ganz wohl, sonst würden sie eine Lebensweise, die ihnen ja vor Augen führt, wie es auch geht, sicherlich nicht so abwerten. Viele Freunde und meine Familie sind aber auch ganz offen und kochen z.B. extra für mich vegan, die Schätze! Und genießen es. Irgendwie wünscht man sich natürlich auch, andere für die vegane Lebensweise begeistern zu können, da muss ich manchmal schlucken, wie wenig sich viele dann doch von ihren Gewohnheiten lösen wollen. Aber ich gehe weiter als fröhliche veganista durchs Leben….und mal schauen, was noch so passiert in der Richtung.

Hast du Tipps für alle Neulinge, die auch vegan leben wollen?

….es genießen!! Es gibt so viel zu entdecken, auszuprobieren – Zutaten, Rezepte, Restaurants. Und es ist einfach so ein wunderbares Gefühl, in Einklang mit seinen Werten zu leben – das kann man sich vorher gar nicht vorstellen. Für die Veränderung braucht man natürlich auch Tipps, Unterstützung und Inspirationen – dafür empfehle ich besonders die tollen veganen Blogs (:-)), Kochbücher und den Austausch mit anderen. Und der Rest ergibt sich dann wie von selbst, man findet seinen Weg. Nicht zu streng mit sich sein! Jeder kleine Schritt ist super!

Welche veganen Gerichte kochst Du regelmäßig? Kochst Du mit Kochbüchern oder eher „freestyle“?

Am liebsten koche ich asiatische Gerichte. Green Thai, indische oder afrikanisch inspirierte Curries. Oder Fresh Springrolls, mmmmmh! Und Gerichte aus Israel, wo mein Mann herkommt: Hummus, Tahine (zu allem!!:-)), Falafel, frische Salate. Insgesamt machen wir aber ganz unterschiedliche Sachen, weil wir so gern kochen und neue Rezepte ausprobieren. Ich liebe es, in Kochbüchern oder Blogs zu schmökern, koche aber am Ende meistens nicht ganz genau nach Plan.

Was war Dein schönstes/seltsamstes/witzigstes Erlebnis in Bezug auf Deine vegane Ernährungs-/Lebensweise?

Am schönsten finde ich es immer, wenn ich mitbekomme, dass ich andere zu einer veganen Lebensweise inspirieren konnte – oder auch nur dazu, etwas weniger tierische Produkte zu essen. Das freut mich immer total!

Wenn Du jemanden vegan bekochen könntest, wer wäre diese Person (gewesen) und was würdest Du für sie kochen?

Da fällt mir gerade niemand bestimmtes ein. Generell koche ich aber sehr gern für Freunde und Familie – viele haben ja gar keine Vorstellung, wie toll veganes Essen schmecken kann und dass das überhaupt nicht Verzicht bedeuten muss. Da überzeuge ich gern mal mit Curry & Kuchen.

Du bist auf einer einsamen Insel gestrandet  – welche 3 veganen Lebensmittel möchtest Du auf keinen Fall missen?
Ooooh schwierig, dafür bin ich zu sehr Genussmensch. Aus dem Bauch heraus: Äpfel, Kaffee, Vollkornreis! 🙂


Vielen Dank, liebe Vera, für das Interview!

Wer übrigens in Köln noch auf der Suche nach einem ganz tollen Vinyasa-Yogakurs ist, dem kann ich nur die 1 ½ Stunden Yoga mit ihr am Sonntagabend im Agnesviertel ans Herz legen.
Ich durfte selber auch schon mal daran teilnehmen und habe es sehr genossen! Und ich hoffe, dass ich in Zukunft auch noch öfters dorthin gehen werde! Wer also Interesse hat, der melde sich einfach bei mir unter info (ät) greensoul.de, und ich leite dann gerne alles an Vera weiter.

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

4 Antworten auf Vegan wie Du und ich: Vera #2

  • heey!

    Das ist eine tolle Idee mit den Interviews!
    Ich will auch wenn ich wieder zurück bin;)
    Dein Blog ist toll, mach weiter so!!

    0
    • Hey Johanna!
      Vielen Dank für das Kompliment! 🙂
      Und ja klar, ich hätte Dich auch gerne mit bei der Interviewreihe!
      Viele Grüße & bis bald,
      Greensoul

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  • Mir gefällt die Idee auch wirklich gut, „normale“ Veganer vorzustellen 🙂
    Ich würde mich auch anbieten, falls du Interesse hast!

    0
  • Hallo Lisa!
    Danke, das freut mich sehr! 🙂
    Aufgrund der guten Resonanz überlege ich tatsächlich, diese Interviewreihe zum festen Bestandteil meines Blogs zu machen. Für die nächsten Wochen bin ich zwar erstmal mit Interviewpartnern „versorgt“, aber für später würde ich mich sehr freuen, wenn Du auch mitmachen würdest! 🙂
    Schick´ mir doch einfach Deine Emailadresse an „info(@)greensoul.de“, damit ich Dir dann den Fragebogen auch zuschicken kann!
    VG, Greensoul

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