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Vegan wie Du und ich: Carola #12

Carola von dem Blog twoodledrum hat auch bei meiner Reihe „Vegan wie Du und ich“ mitgemacht. Das Interview mit ihr könnt Ihr im Folgenden lesen:

Foto Carola


Seit wann lebst Du vegan und was war der Auslöser dafür? Gab es einen
Schlüsselmoment oder war es eine Vielzahl von Gründen, die Dich zu diesem Entschluss bewegt haben?

Ich habe nicht von heute auf morgen umgestellt, sondern mich langsam an die vegane Lebensweise herangetastet. Ursprünglich kam ich aus der Richtung des fairen Handels und habe mich vor diesem Hintergrund damit beschäftigt, was unsere Ernährung eigentlich so mit sich bringt. Gleichzeitig habe ich in einem Forum einen Thread verfolgt, in dem sich Veganerinnen über ihre Beweggründe und auch die Umsetzung eines veganen Lebens ausgetauscht haben. Hier konnte ich auch Fragen stellen, wenn mir etwas unklar war, sowohl theoretisch (Warum sind Eier problematisch?) als auch praktisch (Ich esse so gerne Butter, gibt es eine Margarine, die ähnlich schmeckt?). Außerdem gibt es einen so halb zum Thread gehörenden Blog mit tollen Rezepten, den Suppentopf. Meine ersten veganen Backversuche habe ich dann für einen Freund unternommen, der laktoseintolerant war. Und so kam eins zum anderen, bis ich ein gutes Jahr später, im Februar 2010, zwei vegane Versuchswochen eingelegt habe und dann direkt dabei geblieben bin. Es war also weniger ein Schlüsselerlebnis als die immer größer werdende Unbehaglichkeit beim Essen. Auf vegetarisch habe ich auch erst Anfang 2010 umgestellt.
Meine Motivation, dabei zu bleiben, ist aber sehr wohl auch ein einzelner Grund: Als mein Vater 2008 überraschend starb (da war ich 22), hatte ich einige Wochen mit Angstzuständen zu kämpfen und habe dabei Angst als das für mich schlimmste Gefühl überhaupt kennengelernt, weil es einfach kein Entrinnen gibt. Durch Filme wie „Earthlings“ wurde mir bewusst, dass auch Tiere Angst haben – und zwar große Angst, zum Beispiel vor dem Schlachten. Ich möchte einfach nicht mehr, dass irgendein Lebewesen wegen mir dieses furchtbare Gefühl aushalten muss. Diese Verbindung habe ich aber erst geraume Zeit nach der Umstellung hergestellt.
Vor kurzem hatte ich dann so etwas wie eine vegane Krise. Mich haben so viele Kleinigkeiten genervt, dass ich ernsthaft überlegt habe, ob ich wirklich noch länger vegan leben will. Das habe ich auf meinem Blog gepostet und habe viele hilfreiche Kommentare erhalten. Der wichtigste für mich: Der moralische Weg ist nicht immer der einfache. Frag dich immer wieder selbst, warum du das Ganze eigentlich machst.

Hast du durch die Umstellung eine Veränderung in Dir bemerkt? Auf welchen Ebenen hat sich diese abgespielt?

Ich habe immer schon gern gekocht und gebacken, war aber durch das vegane Leben nun noch mehr dazu gezwungen. Vor allem greife ich seit der Umstellung vor allem auf „einfache“ Lebensmittel zurück. Mit „einfach“ meine ich nicht unbedingt „wenig verarbeitet“, denn das sind Zucker und Weißmehl nicht, aber die Zutatenliste der meisten meiner Lebensmittel ist sehr überschaubar, und z. B. Geschmacksverstärker fehlen fast völlig. Dadurch überfresse ich mich seltener – dazu tendiere ich nämlich. Ansonsten habe ich leider keine Veränderung bemerkt, obwohl ich mir bessere Haut erhofft hatte.

Wie hat Dein Umfeld auf Deine Umstellung reagiert?

Überwiegend interessiert und positiv bis neutral, negative Kommentare habe ich bis heute kaum abbekommen. Meine Mutter macht sich allerdings bis heute Sorgen um meine Gesundheit. Und ich werde immer wieder nach meinen Beweggründen gefragt, von den unterschiedlichsten Personen.

Hast du Tipps für alle Neulinge, die auch vegan leben wollen?

Sucht euch Leute, die ihr nach Tipps fragen könnt, sei es im Internet oder im „richtigen Leben“. Am besten solche, die auf eurer Wellenlänge liegen, was andere Werte angeht: Sind Biolebensmittel wichtig? Was darf Essen kosten? Erste Anlaufquellen für Informationen sind der Vegetarierbund und PETA. Der Vegetarierbund vermittelt auch Veggie Buddies.

Welche veganen Gerichte kochst Du regelmäßig? Kochst Du mit Kochbüchern oder eher „freestyle“?

Das Kochen und Backen nach Gefühl liegt mir überhaupt nicht. Ich brauche immer ein Rezept. Meine Lieblingsrezepte veröffentliche ich auf meinem Blog. Mein liebstes Backbuch ist „Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar“ von Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero, das es ab Herbst auch auf deutsch zu kaufen gibt. Ich liebe Cookies mit Schokolade! Kochbücher habe ich fast keine, „La Veganista“ von Nicole Just kann ich aber absolut empfehlen.

Was war Dein schönstes/seltsamstes/witzigstes Erlebnis in Bezug auf Deine vegane Ernährungs-/Lebensweise?

Definitiv mein Opa (83), der am letzten Heiligabend ein Tofubällchen nach dem anderen verdrückt hat. Das fand ich so toll!

Wenn Du eine Person nach Wunsch vegan bekochen könntest, wer wäre diese Person (gewesen) und was würdest Du für sie kochen?

Für den oben erwähnten laktoseintoleranten Freund hätte ich gern mehr gebacken, wir haben aber mittlerweile keinen Kontakt mehr.

Du bist auf einer einsamen Insel gestrandet – welche 3 veganen Lebensmittel möchtest Du auf keinen Fall missen?

Schokolade, Bananen und Brot.

Gibt es irgendetwas, was Dir noch auf dem Herzen liegt und was Du den Lesern des Blogs, egal ob vegan, vegetarisch oder Allesesser, mitteilen willst?

Es geht nicht darum, in eine bestimmte Kategorie zu passen, oder darum, sofort alles richtig zu machen. Wenn ihr etwas verändern wollt, fangt mit etwas an, das euch leicht fällt.

Vielen Dank, dass Du mitgemacht hast, Carola! 🙂


Seid Ihr auch vegan und habt Lust, bei der Interviewreihe mitzumachen? Dann schreibt mir eine Mail an info (ät) greensoul. de.

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

3 Antworten auf Vegan wie Du und ich: Carola #12