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So viele Alternativen…

Nachdem ich nun in meinem vorletzten Beitrag auf die vielen Nachteile des Konsums von Milch und Milchprodukten hingewiesen habe, möchte ich nun ein paar Alternativen vorstellen, die mir die Umstellung auf rein pflanzliche Produkte sehr einfach gemacht haben.

Milch

Obwohl ich, wie bereits erwähnt, die totale „Hardcore-Milchtrinkerin“ war, kann ich guten Gewissens sagen, dass mir der „Entzug“ überhaupt nicht schwer fiel. Ein Hauptgrund dafür war sicherlich, dass ich direkt zu Anfang meiner Umstellung die pflanzliche Milch Smelk von Kölln entdeckt habe.
Smelk ist eine Milch auf Haferbasis, die vollständig frei von Milch- und Sojabestandteilen ist und durch den hafertypischen Geschmack leicht süßlich schmeckt. Durch die nicht vorhandenen Milchbestandteile ist die Hafermilch völlig frei von Cholesterin.
Man kann Smelk genau wie Milch nicht nur pur trinken oder zum Müsli essen, sondern auch super damit kochen und backen. So habe ich schon Pudding, „Milch“-Reis, „Milch“-Shakes und Pfannkuchen damit gemacht. Smelk eignet sich auch für den klassischen „Milch“Kaffee, sollte dann aber vorher ein klein wenig erwärmt werden, damit sie nicht ausflockt. Pur getrunken oder zum Müsli schmeckt Smelk übrigens am besten schön kalt. Neben der Klassik-Sorte gibt es die Hafermilch übrigens auch noch in den Sorten Vanille und Schoko.

Bei all der Lobhudelei für Smelk gibt es leider einen kleinen Wermutstropfen: den Preis. Dieser schlägt mit 1,79-1,99 Euro pro Liter ganz schön zu Buche. Dabei wissen die wenigsten, dass einer der Hauptgründe dafür u.a. die erhöhte Mehrwertsteuer ist. Da Hafermilch, Sojamilch oder andere Milchalternativen keine Milch im Sinne des Steuerrechts sind, wird dafür tatsächlich eine Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent angesetzt. Und nur für Kuhmilch gibt es 7 Prozent.
Vor allem vor den in meinem letzten Post geschilderten Hintergründen bzgl. der gesundheitlichen Nachteile von Kuhmilch für den Menschen und der immensen Qualen für die Tiere ist diese steuerliche Bevorzugung ein skandalöser Irrsinn. Die Vegane Gesellschaft Deutschland hat daher im letzten Jahr die Bundesregierung im Rahmen einer Petition dazu aufgefordert, den Steuersatz für die immer beliebter werdenden, zumeist auf Soja-, Hafer- oder Reisbasis erzeugten pflanzlichen Milchprodukte nach unten zu korrigieren – leider jedoch bis jetzt mit keinem nennenswerten Ergebnis.
Auch wenn ich solche Aktionen gut finde und gerne unterstütze, muss man sich man sich im Klaren darüber sein, dass man gerade als Verbraucher die Macht hat, durch den gezielten Kauf von pflanzlichen Milchprodukten deren Nachfrage zu erhöhen und somit auf längere Sicht auch das Angebot zu vergrößern, damit eines Tages der Preis sinken kann.
Neben der Hafermilch gibt es übrigens noch ganz viele pflanzliche Milchsorten, wie Soja-, Reis und Mandelmilch, die oft auch sehr einfach selbst herzustellen sind.

Butter

Beim Thema Butter wollte ich mir ganz zu Anfang meiner Ernährungsumstellung die Sache ganz einfach machen und auf Margarine umstellen – in dem Irrglauben, dass diese aus rein pflanzlichen Zutaten besteht und die gesündere Alternative sei. Doch wenn man sich die Zutatenliste der meisten konventionellen Margarinen einmal genauer anschaut, muss man leider feststellen, dass in den meisten auch „Molkereierzeugnisse“ enthalten sind – Restprodukte aus der Milch- und Käseherstellung. Rein pflanzlich ist somit die klassische Margarine in den meisten Fällen nicht mehr.
Gott sei Dank gibt es aber inzwischen viele gute Alternativen, die man einfach nur kennen muss. Meine bevorzugte „Ersatz-Butter“ ist bis jetzt Alsan. Obwohl sie genauso verpackt ist wie Butter auf Kuhmilchbasis, ist es laut Hersteller eine „feine Pflanzenmargarine aus Schleswig-Holstein“. Es gibt sie in normaler und in Bio-Qualität sowie als Halbfettversion.

Richtig erstaunt war ich, als ich gesehen habe, dass Alsan nicht nur in Bio- sondern auch in verschiedenen konventionellen Supermärkten erhältlich und auch richtig günstig ist. Man kann mit Alsan eigentlich auch alles machen, was man mit Butter auf Kuhmilchbasis auch machen würde: braten, kochen, backen oder einfach nur aufs Brötchen schmieren. Hier gilt jedoch auch, dass man trotz der Tatasache, dass diese Butter von Natur aus cholesterinfrei ist, nicht damit übertreiben sollte!

Eis

Bei Eis dachte ich lange Zeit, dass es wohl nie eine Alternative geben wird, die an cremiges Milch(sahne)-Eis rankommen könnte. Auch wenn ich im Notfall auch darauf hätte verzichten können, ein wenig gefehlt hätte es mir an dem ein oder anderen warmen Sommertag oder zu besonderen Anlässen als Nachtisch dann doch.
Aber auch hierfür gibt es inzwischen super Alternativen! Neben vielen verschiedenen Sojaeissorten, die es bereits gibt und die im Geschmack und der Konsistenz nicht zu verachten sind, hat mich das pflanzliche Eis Lupinesse einfach umgehauen. Und jeder „Normalesser“, dem ich das Eis bis jetzt zum Probieren gegeben habe, konnte auch keinen Unterschied zum altbekannten Milchsahneeis feststellen.

Lupinesse ist ein rein pflanzliches Speiseeis auf Basis von Lupinen, genauergesagt der Blauen Süßlupine. Die Blaue Süßlupine ist eine einheimische Hülsenfrucht, die bevorzugt in Norddeutschland wächst. Da sie in etwa 40% Protein enthält, ist sie eine der eiweißhaltigsten Nutzpflanzen weltweit. Nicht nur weil zu den gentechnikfreien Nutzpflanzen zählt, sondern auch weil ihr Geschmack eher von den Verbrauchern akzeptiert wird, ist die Blaue Süßlupine klar im Vorteil gegenüber der ebenfalls sehr eiweißreichen Sojapflanze.
Der Hersteller Prolupin, der ein Ableger des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising ist, hat sich diese Vorteile zu Nutze gemacht. Das Unternehmen ist inzwischen weltweit führend in der Technik zur Fraktionierung von Lupinen und deren Anwendung in Lebensmitteln, die sehr vielfältig ist. Schon bald könnte die Lupine der Fleischersatz der Zukunft sein.

 

Doch nun aber noch einmal zurück zum Eis: Lupinesse gibt es momentan in vier verschiedenen Sorten, nämlich „Choko-Flakes“, „Strawberry Mousse“, „Vanilla Cherry“ und „Walnut Dream“, und man findet es in den meisten Edeka- und Marktkauf-Filialen. Ich kann es jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren – ich garantiere Euch, dass Ihr keinen Unterschied zu Milchspeiseeis schmecken werdet!

Ob nun pflanzliches Eis, pflanzliche Butter oder pflanzliche Milch: Wie bei allem Neuem gilt auch hier, ausprobieren, ausprobieren und nochmal ausprobieren! Und dann werdet auch Ihr Eure pflanzlichen Favoriten finden!

 Welche sind Eure Favoriten unter den pflanzlichen Alternativen?

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

3 Antworten auf So viele Alternativen…

  • Liebe GreenSoul,

    deine Beträge haben nicht nur Seele, sondern gehen mitten ins Herz. Danke. Du machst das echt klasse. So aufgeräumt und ohne erhobenen Zeigefinger. Ich glaube besonders für grüne Anfänger ist es ganz wichtig machbare Alternativen aufgezeigt zu bekommen.

    Happy Easter!
    Bee

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  • Liebe Bee!
    Vielen Dank für Deinen rührenden Kommentar! Es ist schön zu wissen, dass Du meine Beiträge magst und diese auch nicht „missionarisch“ findest – das ist nämlich auch genau das, was ich vermeiden will!
    Auch Dir frohe Ostern!
    Greensoul

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  • Hab die Smelk jetzt das erste mal ausprobiert. Mit Milch hat das echt gar nichts zutun. Im Müsli mit Haferflocken passt es natürlich.
    Aber wenn ich mir Milch trinken abgewöhnen will, könnte ich genauso gut Cola oder Wasser trinken statt Smelk. Hat alles drei gelich viel mit Milch zutun.

    Das Smelk so teuer ist finde ich uncool, denn eigentlich sind da ja nur etwa 100g Haferflocken drin und Wasser und etwas Chemie. Also könnte es auch mit 19% Mehrwertsteuer locker 1€ kosten finde ich.

    Bei dem Preis kann auch locker eine Milch mithalten, bei dem bestimmte Projekte sicherstellen, das die Tiere recht artgerecht gehalten werden. Naj bin auch kein Veganer. Ich werd die Smelk nicht nochmal kaufen – aber vielleicht selber nachmachen buw mal probieren. Aber 1,89€ für Wasser mit Haferflocken….komm ich mir etwas ver… vor.

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