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Schimmelpilze – Gefahr für die Gesundheit

Schimmelpilze befinden sich auf der ganzen Welt, wobei sie sich äußerst genügsam wie auch anpassungsfähig zeigen. Die meisten der sehr unterschiedlichen Arten sind dabei harmlos, allerdings können einige Schimmelpilze Allergien auslösen oder sogar Infektionen begünstigen.

Inhaltsverzeichnis

Schimmelpilze

Was sind Schimmelpilze und wo entstehen sie?

Schimmelpilze (Fadenpilze) breiten sich explizit während der kalten Wochen des Jahres aus, wenn das Gebäude beziehungsweise die bewohnten Räume keine ausreichende Dämmung aufweisen oder keine regelmäßige Lüftung vorgenommen wird. Dies begründet sich darauf, dass erwärmte Raumluft Feuchtigkeit speichert. Die feuchte Luft kondensiert in kalten Bereichen wie beispielsweise an Türen/Türrahmen und Wänden. Die feuchtkalten Stellen bilden ideale Bedingungen, um Schimmelsporen das Wachstum zu erleichtern. Deshalb ist mehrmaliges kurzes Lüften auch während der kälteren Wochen im Jahr empfehlenswert, um einer Schimmelbildung vorzubeugen.

Schimmelpilze sind hauptsächlich auf verdorbenen Lebensmitteln bekannt. Die Schimmelsporen können jedoch auch an anderen Orten/Gegenständen wie zum Beispiel in Klimaanlagen oder Mülleimern, auf Matratzen, Blumentöpfen oder im Staubsauger perfekte Bedingungen vorfinden. Werden die Sporen zudem mithilfe der Luft im Haus/der Wohnung verteilt, verbreiten sich Schimmelpilze innerhalb kürzester Zeit.

Die überwiegende Anzahl der Schimmelpilze entwickelt sich besonders schnell bei etwa 80% relativer Luftfeuchte, wenn die Raumtemperatur dabei beständig über 20 Grad Celsius liegt. In Räumen mit dauerhaft feuchten Stellen wie beispielsweise das Bad und die Duschvorhänge, hinter komplexen Schränken in der Küche (Kochdampf) sowie an „Kältebrücken“ (der Wandbereich neben den Fensterrahmen) sind Schimmelpilze besonders oft anzutreffen.

Da heutzutage Gebäude und Wohnungen oftmals aufgrund von Energieeinsparung relativ luftundurchlässig gestaltet werden, kommt es zu einer relativ hohen Luftfeuchte, welche durch Kondensatbildung ungehemmtes Schimmelwachstum begünstigt. Somit kann Schimmelbildung fast überall auftreten, egal ob die Wände tapeziert oder mit Holz/Kunststoff verkleidet oder mit hochwertiger Farbe gestrichen sind.

Gefährdung der Gesundheit durch Schimmelpilze?

Geschätzte 25% aller Allergiker reagieren sehr sensibel auf Schimmelpilzsporen beziehungsweise Schimmelpilze (Fadenpilze). Ihr Nährboden besteht aus abgestorbener organischer Substanz wie zum Beispiel Hausstaub, Pflanzenreste oder Laub, Tapeten/Stoffe aber auch Ziegelsteinen/Dachziegel. Speziell auf letzteren und anderen Baumaterialien kann die Beseitigung äußerst schwierig sein. Für Tapeten, Fugen sowie Putz ist es empfehlenswert, einem Fachmann die Säuberung zu überlassen.

Laut Baubiologen kann dauerhaftes Aufnehmen von Schimmelpilzsporen eine Allergie, biochemische sowie immunologische Veränderungen im menschlichen Körper hervorrufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet sogar, dass die Atemwegserkrankungen im Allgemeinen sowie speziell die Anfälligkeit für Asthma durch Schimmelsporen um fast 75% ansteigen kann.

Außer über die Raumluft und die Lunge können Schimmelpilze über Nahrungsmittel in den Magen-Darm-Trakt des Menschen gelangen und speziell die inneren Organe schädigen. Es entstehen Aflatoxine (Giftstoffe), die die Leber massiv angreifen und sogar Krebs begünstigen können. Diese weisen zudem gewisse Strukturen (Enolase) auf, welche als Auslöser für allergische Reaktionen gelten.

Da jeder Schimmelpilz über diverse unterschiedliche Enolasen verfügen kann, ist das eindeutige Erkennen des jeweiligen Auslösers oft schwierig. Die Symptome zeigen sich sehr allgemein und können sich zum Beispiel als Husten/Schnupfen und Asthma, Hautveränderungen und Magen-Darm-/Gelenkbeschwerden, Migräne oder Bindehautentzündung zeigen. Besteht der Verdacht, dass aufgrund der angeführten Symptome eine allergische Reaktion auf Schimmelpilzsporen besteht, ist umgehend ein Arzt (Hausarzt) aufzusuchen.

Eventuell wird noch ein Facharzt hinzugezogen, der die Lungenfunktion überprüft. Werden Hinweise entdeckt, kann eine Blutuntersuchung auf Schimmel-Antikörper weiterhelfen. Bei positivem Befund erfolgt ein „Pick-Test“, bei dem die Haut mit unterschiedlichen Schimmelpilzen in Kontakt gebracht wird. Bei positiven Reaktionen kann der Arzt mittels Kortison die Entzündungsreaktion stoppen. Pilzsporen innerhalb der Lunge lassen sich mit einem Antimykotikum erfolgreich behandeln.

Symptome für Schimmelpilzbefall

Gesundheitsexperten und Mediziner empfehlen innerhalb des Schlafzimmers die Temperaturen während der Herbst-/Wintermonate zu verringern. Für einen erholsamen Schlaf ist dieses Verhalten auch richtig. Dennoch sollte nicht ganz auf eine angemessene Wärme verzichtet werden, da sich sonst Schimmelbildung zeigt. Ideal sind für Schlafzimmer 16 Grad Celsius, wobei auch bei Nichtnutzung der Räume im frostigen Winter geheizt werden sollte.

Schimmelpilze werden im Schlafzimmer hauptsächlich im Bereich der Fenster, hinter schweren Möbeln und Fußleisten, an den Wänden, hinter Bildern sowie direkt am Fußboden/unter Bodenbelägen und an der Zimmerdecke beobachtet. Befindet sich der Schlafraum im Dachgeschoss, kann zudem durch eine Beschädigung der Dachdeckung Feuchtigkeit oder sogar Wasser einsickern.

Den Symptomen wird allerdings oftmals zu wenig Beachtung geschenkt, da der Raum normalerweise nur nachts genutzt wird. Selbst während der üblichen Reinigung des Zimmers werden die Merkmale der Schimmelbildung meistens übersehen. Erst bei großflächigen Stock-/Schimmelflecken, die zum Beispiel hinter Möbeln „herauswachsen“ erfolgt eine bewusste Wahrnehmung des Problems.

Laut Informationen des Umweltbundesamtes bestehen derzeit keinerlei Grenzwerte, um einen Schimmelpilzbefall zu dokumentieren. Jeder sollte die Entdeckung von Pilzbefall als hygienischen Mangel betrachten und die Symptome so früh wie möglich entfernen, um eventuelle gesundheitliche Risiken zu unterbinden. Die Ursache muss trotzdem zeitnah ergründet werden.

Schimmel in der Wohnung insbesondere im Schlafzimmer vermeiden

Mit wenigen Tricks ist es bereits möglich, Schimmel und dadurch eventuellen Erkrankungen vorzubeugen. Grundsätzlich gilt: Pflanzen jeglicher Art nicht im Schlafzimmer belassen! Die Blumenerde/Blumentöpfe werden meistens deutlich unterschätzt, wenn es um den Nährboden für Schimmelpilze geht. Die Wohnung und speziell das Schlafzimmer sollten lediglich eine relative Luftfeuchte aufweisen, die sich zwischen 40 und 50% bewegt.

Des Weiteren sind Wasserverdunster/Luftbefeuchter weniger empfehlenswert, da sich aufgrund der Feuchtigkeit schnell Schimmelpilze bilden können, deren Sporen durch die Luft in sämtliche anderen Bereiche des Hauses/der Wohnung gelangen. Zumindest ist eine regelmäßige und sorgfältige Reinigung der Behälter erforderlich. Die Klimaanlage beispielsweise im Schlafzimmer ist zwar sehr komfortabel, jedoch auch ein idealer Verteiler für Schimmelsporen – deshalb regelmäßig gründlich reinigen.

Speziell Allergiker müssen auf Stockfleckenbildung achten, die sich auf den Kacheln in Küche und Bad, hinter sämtlichen Schränken sowie auch auf Holzverkleidungen bilden könnten – und dagegen unverzüglich etwas unternehmen. Die Filtertüten des Staubsaugers sollten stets frühzeitig gewechselt werden, um zu verhindern, dass sich eventuell aufgesaugte Sporen noch schneller verbreiten. Abfalleimer und im Besonderen die Bio-Abfallbox ist das Paradies für Schimmelpilze. Tägliches Leeren und im Anschluss eine äußerst sorgfältige Reinigung beziehungsweise Desinfizierung dient der Abhilfe.

Um Schimmelpilzbefall zu verzögern, sollten Lebensmittel wie zum Beispiel Gemüse und Obst ganz unten im Kühlschrank gelagert werden. Bei Brot siedeln sich speziell bei feuchtwarmem Klima sehr rasch Schimmelpilze an. Deshalb muss Brot bei längerer Lagerung stets auf sichtbare Spuren untersucht werden, bevor es verzehrt wird. Zeigen sich auch nur die geringsten Spuren an Lebensmitteln, müssen diese außerhalb der Wohnung beispielsweise im Müllcontainer entsorgt werden. Schimmelsporen breiten sich unsichtbar aus, sodass selbst großflächiges Entfernen des sichtbaren Schimmels auf Lebensmitteln nicht vor gesundheitlichen Schäden bewahrt.

Tip:
Pilzbefall lässt sich in der Regel mit einer guten Durchlüftung der Wohnräume vorbeugen. Die Fenster der gesamten Wohnung sind im Idealfall drei Mal täglich ungefähr 10 Minuten zu öffnen, sodass Durchzug entsteht. Allerdings sollten die Fenster nicht dauerhaft angekippt bleiben, da so sämtliche Wände auskühlen und einen Nährboden für Schimmelpilze begünstigen.

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