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Pflanzenschutzmittel – Gefahren für die Gesundheit

Pflanzenschutzmittel helfen den Menschen seit Urzeiten beim Anbau und der Pflege von Nutz- und Zierpflanzen. Arsen wurde schon von den Römern als Insektizid verwendet. Doch erst wenige Jahrzehnte beschäftigen sich Forscher ganzheitlich mit den gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Tier und Mensch über den Faktor Umwelt.

Inhaltsverzeichnis

Giftspritze für den Garten

Welche Arten Pflanzenschutzmittel gibt es?

Unkraut konkurriert mit Kulturpflanzen. Um Unkraut abzutöten, werden Herbizide als Bekämpfungsmittel eingesetzt. Diese wirken entweder gezielt auf einzelnen Pflanzen oder „breitbandig“ auf die meisten Pflanzen, außer auf das zu schützende Gewächs.

Fungizide werden eingesetzt, um Pilze zu zerstören. Da Schadpilze an Pflanzen nicht von der Photosynthese leben, beziehen sie ihre Nahrung über die Nährstoffe einer Pflanze und zersetzen diese langfristig. Fungizide werden in der Landwirtschaft leider meist schon prophylaktisch ohne jede Diagnose eingesetzt, d.h. sie sollen das Eindringen von Pilzsporen von vorneherein verhindern. Daneben gibt es Wirkstoffe, die erst eingesetzt werden, wenn die Pflanze bereits infiziert ist.

Um Pflanzen von Insekten wie z. B. Kartoffelkäfer ohne lästiges Aufsammeln vorbeugend zu schützen, werden in der herkömmlichen Landwirtschaft Insektizide ausgesprüht. Durch Fraßgifte werden die Innereien der Schädlinge verätzt, durch Atemgifte die Atmung gelähmt. Desweiteren gibt es Berührungsgifte: Insekten werden durch den Kontakt mit dem Gift getötet.

Pestizid ist ein allgemeiner Oberbegriff, der zwar den Begriff Insektizid miteinschließt, aber noch eine Reihe anderer Schädlingsbekämpfungsmittel umfasst wie Molluskizide (gegen Schnecken), Avizide (gegen Vögel) oder Ovizide (gegen Milben-Eier). Er wird auch als Begriff für die Gesamtheit aller Pflanzenschutzmittel verwendet.

Pflanzenschutzmittel in Trinkwasser und Lebensmitteln

Durch den großflächigen landwirtschaftlichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln der Landwirte, die einerseits konkurrenzfähig bleiben müssen und Hungerkatastrophen vermeiden sollen, andererseits ihren Gewinn steigern wollen, gelangen die eingesetzten Gifte früher oder später auch ins Grundwasser. Dies geschieht bei Abspülung durch Regen über Drainageleitungen, welche die Agrarflächen durch Entwässerung bebaubar machen, aber auch durch Verdunstung und Abdrift außerhalb der gewünschten behandelten Fläche. Dies erschwert eine gründliche Aufbereitung des Trinkwassers durch die Kläranlagen.

Da im Rahmen der landwirtschaftlichen Tätigkeit zur Pflanzenpflege auch dann gesprüht wird, wenn die Pflanzen bereits ihre Früchte ausbilden, finden sich auch hohe Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln an den Lebensmitteln selbst. Über das Tierfutter gelangen Rückstände von Pestiziden dann auch ins Fleisch. Dort ist es gänzlich unmöglich sein, die Rückstände abzuwaschen, wie man das vom Supermarkt-Apfel kennt. Durch das Abwaschen gelangen die Abbauprodukte von Giften wiederum ins Abwasser.

Gesundheitsgefahren von Pflanzenschutzmitteln

In den letzten fünf Jahren wurden in den landwirtschaftlich relevanteren Bundesländern der Bundesrepublik fast in der Hälfte aller Fälle Abbauprodukte an Grundwassermessstellen festgestellt. Unter den gefundenen Rückständen fanden die zuständigen Behörden nicht nur zugelassene Pestizide sondern auch Reste von bereits verbotenen Giften. Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes zufolge werden auf einem Hektar pro Jahr bis zu neun Kilogramm Pflanzenschutzmittel aufgebracht. Diese verschwinden nach Einsatz nicht einfach und werden allerhöchstens nach Gebrauch weniger giftig, weil die chemischen Verbindungen mit der Luft, den Pflanzen, dem Erdreich oder dem Wasser neue chemische Verbindungen eingehen.

Pflanzenschutzmittel bewirken Kollateralschäden – trotz eifriger Forschungsarbeiten, die den Schutz von Mensch, Tier und Nützlingen zum Thema haben. Höhere Konzentrationen bewirken akute Erkrankungen wie Hautausschläge, Kopfschmerzen, Symptome der Müdigkeit, Kreislaufstörungen, Krämpfe und können sogar bis zum Tod führen.

Pestizide sind auch in geringeren Konzentrationen aller Wahrscheinlichkeit nach krebserregend und können u. a. Prostata-, Brust- oder Darmkrebs verursachen. Viele Landwirte, die spezielle Pestizide eingesetzt haben, erkrankten um ein Vielfaches häufiger an Nervenkrankheiten wie Parkinson, Depressionen oder einer Verminderung kognitiver Fähigkeiten. Auch Kinder reagieren besonders empfindlich auf Pflanzenschutzmittel. Hier konnten Verzögerungen in der Entwicklung sowie Aufmerksamkeitsdefizite beobachtet werden. Hormonbeeinträchtigungen im Mutterleib und damit Missbildungen an Kindern werden auch nicht mehr ausgeschlossen – manchmal sogar in Gestalt eher niedriger Konzentrationen, während höhere Konzentrationen andere Effekte zeigten.

Glyphosat – Herbizid mit Folgen

Glyphosat wurde in den 50er-Jahren entwickelt, doch im großen Stil erstmals in den 70er Jahren verwendet. Monsanto ließ 1974 den Stoff als Herbizid patentieren. Zuerst wurden die Felder großflächig mit Glyphosat behandelt, um Unkrautwuchs zu verhindern. Erst dann wurden die Kulturpflanzen darauf angebaut, da die Kulturpflanzen selbst noch nicht resistent gegen dieses Unkrautvernichtungsmittel waren.

Das sollte sich in den 90er-Jahren mithilfe gentechnischer Züchtung glyphosat-resistenter Pflanzen ändern. Heute wird Glyphosat gezielt eingesetzt, um Kulturpflanzen vor der Ernte nicht zu schädigen. Weil es nicht selektiv wirkt sondern als Totalherbizid, leistet Glyphosat nicht nur einen bedeutenden Anteil zum Bienensterben , sondern auch zu einer allgemeinen Verringerung der Artenvielfalt. Desweiteren steht dieses Herbizid in Verdacht, Krebs, Fehlbildungen, Nierenversagen und Fehlgeburten auszulösen. Immerhin wurde es auch in größeren Konzentrationen im menschlichen Urin gefunden. Auch Personen, die Produkte nicht gentechnisch veränderter Pflanzen konsumieren, stehen in Gefahr, irgendwie doch in Kontakt mit dem Mittel zu geraten. In der Massentierhaltung durch Sojafütterung ist die Gefahr gegeben, dass dieses Pflanzenschutzmittel in geringen Spuren letztendlich auch in Deutschland den Verbraucher erreicht.

Gegen eine Neubeurteilung wehren sich die Lobbyverbände vehement, da die Verwendung dieses Giftes überdimensionale Ausmaße angenommen hat und viel Geld im Spiel ist.

DDT – Insektizid mit Folgen

DDT steht für Dichlordiphenyltrichlorethan und ist ein Insektenvernichtungsmittel, welches in den 40er-Jahren entwickelt wurde und relativ leicht und kostengünstig herzustellen ist. Man nutzte es für die Bekämpfung von Kartoffelkäfern, wofür zuerst noch das mühsame manuelle Auflesen gängige Pflege der Kartoffelpflanzen war. Auf Säugetiere wirkt DDT zunächst weniger giftig. Fast alle Staaten der Erde haben den Gebrauch dieses Insektizids verboten und machen nur Ausnahmen für die Vernichtung von Krankheitsüberträgern wie der Malariamücke.

Jedoch geht man davon aus, dass einige wenige Staaten dieses Insektizid weiterhin innerhalb des landwirtschaftlichen Rahmens nutzen. Im Verdacht stehen u. a. Indien und Nordkorea. DDT kann in höheren Dosen beim Menschen Schwindelanfälle, Übelkeit, Krämpfe und Lähmungen hervorrufen. Dieses Gift wird nur sehr langsam abgebaut, sodass heute noch in westlichen Ländern Spuren davon an menschlichen Probanden nachweisbar sind, die durch den Konsum tierischer Produkte aufgenommen werden.

Auf die Artenvielfalt wirkt sich das Insektizid DDT nach wie vor verheerend aus, so führen z.B. hormonbedingte Fehlbildungen bei Zugvögeln sowie eine höhere Sterblichkeit zu größeren Einbrüchen in den Tierbeständen. Gerade durch Zugvögel besteht auch weiterhin die Gefahr, das Gift in alle Teile zu tragen.

Tip:
Auch wenn es immer wieder ein beliebtes Argument von Kritikern ist, dass Bio-Gemüse und -Obst nicht mehr Vitamine und Nährstoffe als konventionelle Produkte beinhalte und deswegen auch nicht gesünder sei, eines steht fest: Die Pestizidbelastung ist bei Bio-Produkten definitiv deutlich niedriger. Die folgenden 12 Frucht- und Gemüsesorten („Das dreckige Dutzend“ oder „The Dirty Dozen“) solltst Du auf jeden Fall in Bioqualität kaufen:

1) Äpfel
2) Pfirsiche
3) Nektarinen
4) Erdbeeren
5) Trauben
5) Paprika
6) Sellerie
7) Kirschen
8) Birnen
9) Kopfsalat
10) Gurken
11) Spinat
12) Cherrytomaten

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