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Fleisch – nicht immer gesund

Die Deutschen essen gerne Fleisch. Es macht satt, liefert wichtige Mineralien und lebensnotwendige Vitamine. Allerdings kann ein Zuviel auch schädlich sein, zumal nicht nur gute Inhaltsstoffe enthalten sind. Und auch wenn der Fleischkonsum in den letzten Jahren leicht zurückgegangen ist verzehrt jeder Deutsche weiterhin pro Jahr etwa 60 Kilogramm Fleisch – das sind mehr als ein Kilo Fleisch- und Wurstwaren pro Woche. Die Empfehlungen liegen jedoch bei maximal 600 Gramm Fleisch pro Woche.

Inhaltsverzeichnis

Fleisch

Wie gesund ist Fleisch?

Hochwertiges Eiweiß und blutbildendes Eisen, beides kann der Körper gut verwerten, wird vom Fleisch geliefert. In diesem Zusammenhang seien auch die B-Vitamine genannt. B1 ist für gesundes Zellwachstum verantwortlich, B6 steuert die Gehirntätigkeit und B12 regelt die Speicherung der Nahrungsenergie. Zusätzlich gehört in diese Kategorie auch das Vitamin Niacin, welches die Funktion des Nervensystems steuert. Im Gegensatz hierzu steht der übermäßige Verzehr von fettem Fleisch und fetter Wurst. Bei der täglichen Aufnahme von mehr als 100 Gramm dieser Erzeugnisse, werden herzschädigendes Cholesterin und gesättigte Fettsäuren in zu großen Mengen aufgenommen. Dazu zählen auch Purine, die den Harnsäurespiegel erhöhen. Gichtanfälle sind die Folge.

Antibiotika in Fleisch

Einer Studie des Tumorzentrums Aachen zufolge sind rund 6,5 Millionen Deutsche multiresistent gegen Antibiotikagruppen der verschiedensten Art. Eine Hauptschuld daran trägt der Verzehr von Fleisch aus Massentierhaltung, bei welcher die Tiere standardmäßig mit Antibiotika behandelt werden. Eine Folgeerscheinung ist die zunehmende Unwirksamkeit von Antibiotika beim Menschen. Die vorgenannte Studie zeigt, dass in Mastställen gehaltene Tiere als Fleischproduzenten herangezüchtet werden und oft zur Vorbeugung Antibiotika bekommen. Wichtig ist zu wissen, dass der Platz im Stall ein Kostenfaktor ist und daher in der industriell organisierten Tierhaltung mehr Tiere auf engstem Raum gehalten werden. Ohne Medikamente würden die Tiere oft nicht bis zum geplanten Schlachttermin überleben.

Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
Albert Einstein, Physiker und Nobelpreisträger

Hormone in Fleisch

Hormone sind chemische Botenstoffe, die vom Körper zur Regulierung eigener Prozesse gebildet werden. Daher enthält Fleisch, wie zum Beispiel Muskelfleisch und Innereien (Leber, Nieren), natürlicherweise Hormone. Selbstverständlich kann dieser Hormonspiegel im Fleisch schwanken, denn bei unkastrierten Schlachttieren kann im Gegensatz zu kastrierten Schlachttieren ein höherer Hormongehalt auftreten. Auch Fleisch von trächtigen Tieren enthält natürlicherweise höhere Hormongehalte als Fleisch von nicht trächtigen Tieren. Wenn auch der Einsatz von Hormonen im Tierfutter in der Europäischen Union generell nicht zulässig ist, so gibt es doch immer mehr Situationen, in denen Hormone in der Nutztierhaltung für tierärztliche und therapeutische Zwecke eingesetzt werden. Dabei müssen bestimmte Vorschriften eingehalten werden, wie zum Beispiel festgesetzte Wartezeiten bis zur Schlachtung.

Wie gefährlich sind Hormone im Fleisch

Das Freihandelsabkommen mit den USA hat die Diskussion über Hormonfleisch wieder angeheizt, denn dort ist die Anwendung von Hormonen in der Rindermast generell erlaubt. Dazu ist festzustellen, dass Hormonfleisch für den Menschen direkte und indirekte Wirkungen und Nebenwirkungen hat. Als Nebenwirkungen kennt man Akne, den Anstieg der Blutfettwerte, Herzmuskelschäden, Blutgerinnungsstörungen, Thrombosegefahr und die „Vermännlichung“ bei Frauen. Allerdings kommt es dabei auf die Aufnahmemenge und die Empfindlichkeit des Menschen an. Auch ökologische Folgen fallen ins Gewicht, denn die Abbauprodukte der Hormone gelangen in den Naturkreislauf und können somit auch Tiere und Pflanzen beeinflussen.

Weitere Gesundheitsrisiken durch Fleisch

Neben den Untersuchungen, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch zu hohen Fleischgenuss hinweisen, zeigen erneute Untersuchungen, dass der Verzehr von verarbeitetem Fleisch wie Hot Dogs, Frühstücksfleisch, Schinken, Wurst und Salami auch mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Herzprobleme und Diabetes einhergehen. Schon 56 Gramm verarbeitetes Fleisch, also Fleischprodukte, welche durch Räuchern, Trocknen und Pökeln haltbar gemacht wurden, erhöhen das Krankheitsrisiko erheblich. Auch die Haltbarmachung von verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren durch die Verwendung von Nitrit birgt ein nicht geringes Risiko in sich. Beeinträchtigt wird durch Nitrit die Elastizität der Blutgefäße. Außerdem erhöht Nitrit das Diabetes-Risiko.

Wenn Fleisch dann selten und Bio

Der „FleischatlasFleischatalas bringt es ans Licht. Die Deutschen entwickeln immer noch großen Appetit auf tierische Lebensmittel. Trotz dieser Feststellung sagen laut Umfrage mittlerweile viele, dass sie Fleisch gegenüber kritischer eingestellt seien als früher. Immer häufiger würden sie fleischfreie Tage einlegen. Dadurch entstand seit längerem der Ausdruck „FlexitarierFleischatalas oder auch „Teilzeitvegetarier“. Diese erobern Deutschland und verzichten an drei oder mehr Tagen in der Woche auf Fleisch. Stattdessen kommen Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte aus biologischem Anbau auf den Tisch. Statt billig produziertem Fleisch konsumieren „Flexitarier“ teureres Bio-Fleisch, was jedoch auch gesönder ist. Massentierhaltung und verändertes Gesundheitsbewusstsein und Klimawandel werden als Gründe für die geänderten Essgewohnheiten angeführt. Strikte Thesen oder gar Verbote lassen Flexitarier, bei denen der gesunde Genuss im Vordergrund stehen soll, allerdings nicht gelten.

Fazit:
Eine Reduzierung des Fleischkonsums ist nicht nur sinnvoll sondern notwendig! Eine Ernährung aus saisonalen gesunden Produkten aus nachhaltiger Produktion gepaart mit einem reduzierten Fleischkonsum, wird schon seit Jahren von Ernährungsexperten empfohlen.
Ein Flexitarier, der seinen Fleischkonsum reduziert und stattdessen Wert auf wenig Fleisch in Bio-Qualität legt, wird zwar einen echten Vegetarier nicht überzeugen. Fest steht jedoch, dass drei oder vier fleischfreie Tage in der Woche viel besser sind als gar kein fleischfreier Tag.

Tip:
Inzwischen gibt es auf dem Lebensmittelmarkt eine immer größer werdende Auswahl an Fleischersatzprodukten, die richtig gut schmecken. Viele davon kommen dem „Original“ sogar so nahe, dass manch einer schon etwas davon gegessen haben soll, ohne zu merken, dass es sich dabei um ein rein pflanzliches Imitat handelte! Es lohnt sich besonders im Falle einer Ernährungsumstellung auf weniger Fleisch solche Produkte zu probieren. Vielen Menschen fällt damit die Umstellung um Einiges leichter!

 

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