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Fasten mal anders

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Wie wäre es, wenn Du die Zeit um Weihnachten herum einfach mal dazu nutzt um richtig abzuschalten? Damit meine ich nicht nur das Abschalten von Job, Alltagsstress & Co., sondern auch das Pausieren von Emails, Social Media, Twitter und Blogs und von all dem, was es sonst noch so gibt in der großen, weiten Onlinewelt.

Vor zwei Jahren habe ich eine Fastenwanderwoche auf Korsika gemacht. Eine Woche lang standen dabei nur Wasser, frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte, lange Wandertouren, Chi-Gong und Entspannung auf dem Programm. Da ich zu der Zeit noch kein Smartphone besaß und auch keinen Laptop mitgenommen hatte, wäre der einzige Internetzugang auf dem Gelände ein Raum mit einem alten Computer gewesen. Ich bin in dieser Woche genau einmal dort gewesen, habe aber nach 5 Minuten entnervt aufgegeben, weil die Verbindung so schlecht war. Letztlich war das aber mein großes Glück, denn so war ich eine ganze Woche lang nicht mit Internet, Emails, Social Media etc. abgelenkt. So konnte ich erst richtig abschalten und nicht nur meinen Körper sondern auch meinen Geist entgiften. Inzwischen weiß ich, dass es für diese Art des Fastens sogar schon einen Begriff gibt: Digitales Fasten.

Warum Digitales Fasten?

Es mag zynisch klingen, dass ausgerechnet ich, die einen Blog mit Profilen bei Facebook, google+, twitter und pinterest hat, für eine zeitweise Abstinenz vom Internet plädiert. Aber in dieser Fastenwoche auf Korsika, die ja zunächst nur als Entsagung von allem Essbarem geplant war, ist mir erstmal aufgefallen, wie oft man ansonsten im Alltag online ist – eigentlich permanent. Und auch wie viel Energie, Kraft und Aufmerksamkeit es erfordert, ständig die neuesten Neuigkeiten, Blogbeiträge und Twitterupdates zu verfolgen, zu verarbeiten und ggf. auch selber zu aktualisieren.
Versteht mich nicht falsch, ich bin natürlich „freiwillig“ hier, niemand zwingt mich, eine eigene Seite im Netz zu pflegen geschweige denn Profile auf den gängigen Social-Media-Plattformen zu haben. Und in erster Linie macht es ja auch sehr viel Spaß, und ich halte das Internet auch für eine großartige Erfindung. Aber ich habe inzwischen immer häufiger die Erfahrung gemacht, dass es unheimlich wichtig ist, sich selber zwischendurch kleine „Offline-Erholungsphasen“ zum Abschalten zu verordnen (und damit meine ich nicht nur die Pause zum Schlafen in der Nacht!). Denn das Internet selber macht nunmal keine Pause, d.h. wenn man wollte, könnte man 24 Stunden nonstop online sein wahrscheinlich ohne, dass einem dabei langweilig werden würde.

Gerade die jetzige Zeit um Weihnachten herum finde ich ideal, um mal ein paar Tage offline zu gehen. Die meisten von uns haben dann mehrere Tage frei und sind über die Feiertage zu Hause. Man trifft Familie, Freunde oder vielleicht greift man mal auch wieder zum guten alten (Festnetz-)Telefon und ruft Bekannte an, die man schon lange nicht mehr gesprochen hat. Man lässt das alte Jahr Revue passieren, stimmt sich langsam auf das neue Jahr ein, entspannt und macht einfach mal nichts, geht spazieren, liest endlich mal das Buch, das man schon das ganze Jahr über lesen wollte, widmet sich den Kindern, Nichten und Neffen oder Haustieren, trinkt Tee usw. usw. Ich könnte diese Liste noch länger machen, aber ich glaube, Ihr wisst was ich meine.
Ich finde, das ist wirklich die ideale Zeit, einmal alles „runterzufahren“, die Sinne, den Geist, der ja die übrigen Tage im Jahr schon immer auf Hochtouren laufen muss. Warum sollte man dann den Computer hochfahren nur um zu schauen, was die übrige Welt so treibt? Irgendwie passt das nicht zusammen.

Und jede Fastenzeit, welcher Art sie auch sein mag, ist ja auch immer eine Möglichkeit um alte eingefahrene Verhaltensweisen zu überprüfen und nachher anzupassen. So habe ich logischerweise nach dem Saftfasten auf Korsika auch wieder angefangen, zu essen. Aber gerade in den ersten Wochen und Monaten danach habe ich es bewusster getan und darauf geachtet, dass ich möglichst wenig Fertigprodukte, Zucker und Weißmehl zu mir nehme und auch langsamer esse.
Übertragen auf das digitale Fasten kann das zum Beispiel heißen, dass man die ganze Internetwelt ein wenig bewusster konsumiert. Eine Möglichkeit wäre, dass man sich in Zukunft vom Multitasking verabschiedet und nicht x-verschiedene Tabs und Artikel gleichzeitig öffnet und parallel zueinander liest. Oder dass man seine Emails nur wenige Male am Tag zu bestimmten Zeiten öffnet. Übrigens bekenne ich mich zu all dem gerade genannten schuldig, so dass ich diesen Artikel auch mit für mich schreibe!

I Forgot my Phone

Allerdings, was ich gerade als echten Vorteil empfinde ist die Tatsache, dass ich noch immer keinen Datentarif für das Smartphone habe. Nachdem mein altes „Knochen-Handy“ von Nokia vor ein paar Monaten den Geist aufgegeben hatte, habe ich dem Gruppendruck nachgegeben und mir auch ein Smartphone besorgt. Doch aufgrund von Tarifchaos und Entscheidungsschwierigkeiten, ob ich für einen neuen Anbieter meine mir treugewordene Telefonnummer abgeben sollte, habe ich erstmal nichts gemacht. Mit dem Ergebnis, dass ich noch immer keine Datennutzung habe. Ehrlich gesagt kann das in meiner Umgebung keiner nachvollziehen, denn ich kriege ständig Sätze zu hören wie „Wieso hast Du denn dann überhaupt ein Smartphone?“ und „Wie kannst Du denn dann wissen, ob die Bahn Verspätung hat?“ Oder noch besser : „Wie findest Du Dich denn dann in neuen Städten oder Wohngebieten um, wenn Du kein GPS hast?“
Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich es oft spannender, auf dem guten alten „analogen Weg“ jemand Fremdes anzusprechen und nach dem Weg zu fragen. Oder an der Bahnhaltestelle einfach mal in die Gegend zu schauen und vielleicht irgendein Eichhörnchen zu beobachten, während alle anderen wie verrückt auf ihrem Bildschirm wischen.
Ich finde es generell wichtig, dass man mit einem Smartphone umgehen kann, dass man weiß, was Apps sind und dass man diese natürlich im gegebenen Fall auch nutzen kann. Aber muss man das um jeden Preis? Muss man wirklich ständig erreichbar sein, alles sofort im Internet nachgooglen, auch wenn man gerade mit Freunden beim Essen sitzt und ständig nachschauen, ob schon jemand auf die What´s App-Nachricht oder die sms geantwortet hat? Welche Folgen die permanente Nutzung von Smartphones hat zeigt übrigens sehr treffend dieses kurze Video „I Forgot my Phone“:

Wahrscheinlich werde auch ich im nächsten Jahr irgendwann einen Handyertrag mit Datennutzung abschließen. Haltet mich für naiv, aber ich nehme es mir zumindest ganz doll vor, dass ich viele der oben beschriebenen Verhaltensweisen, die andere für veraltet oder „langweilig“ halten, weiterführe. Denn das GPS kann mich nicht anlächeln und z.B. sagen „Ja, in der Straße kenne ich mich gut aus, da habe ich mal gewohnt.“ Oder „Daneben ist direkt auch ein nettes Café.“ Oder, oder, oder.

In diesem Sinne verabschiede ich mich bis zum nächsten Jahr und wünsche Euch entspannte, ruhige, „analoge“ Feiertage, mit vielen guten Gesprächen, gutem Essen und ganz viel Augenkontakt! Kommt gut ins neue Jahr! 🙂

Eure Dominique

Was hälst Du von der Idee von „analogen Festtagen“?! 

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

3 Antworten auf Fasten mal anders

  • Ich halte dich überhaupt nicht für verrückt, wahrscheinlich weil ich selber eine der Verrückten bin;) Ich habe nicht mal ein Smartphone und möchte auch keins. Ich entscheide mich ganz bewusst dagegen. Ich habe auch bewusst keine anderen Plattformen, mein Facebook-Account etc. habe ich alles vor 3 Jahren gelöscht und ich finde es wunderbar und bisher nie bereut, obwohl all diese Plattformen immer mehr Bedeutung bekommen. Ich glaube auch gerade deshalb finde ich es schön mich da ausklingen zu können.
    Viel Entspannung bei den Festtagen=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1+
    • Genauso mache ich es auch. Ich nutze das Internet nur für die Dinge, die nötig sind, und die mir das Leben erleichtern. Ich frage mich manchmal, wie viel zeit die Leute bei Facebook oder sonstigen „überflüssigen“ Dingen verbringen, anstatt das echte Leben zu leben… Ich finde es auch toll,eine Ausnahme zu sein. Mit meinem kleinen normalen Handy ohne alle Sonderfunktionen schreibe ich nur ab und zu mal eine SMS.
      Ich fahre auch ohne Navi Auto. Ich finde es nicht erstrebenswert, von einem Gerät abhängig zu sein. Ich schaue mir vorher den Weg an, und dann schule ich gleichzeitig meinen Orientierungssinn und das Gedächtnis. Klar, manchmal gibt es kleine Umwege, aber das ist es mir wert. (-; Meinen Atlas habe ich ja dabei. (-;

      1+
  • Ich hab auch ein Smartphone. Aber mein Datentarif ist eine Tagesflat – wenn ich will/muss, kann ich da ins Netz, für 24 Stunden, und der Tag wird mir mit einem Euro berechnet. Das heisst: Wollte ich „mal eben“ was nachgucken, würde mich das einen Euro kosten. Ergo ist Datentransfer via Mobilfunk bei mir permanent abgeschaltet, und Updates und so gehen über WLAN.

    Das ist sowas wie „Netz on demand“. Und ich glaube, ich habe die Tagesflat in zwei Jahren einmal genutzt.

    Viele Grüße –
    Hans

    P.S.: GPS funktioniert auch ganz ohne Internet (vgl. Navi im Auto)!

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