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Entgiftungserscheinungen

Wer sich zu einer Entgiftung entschließt, trifft auch die Entscheidung, zielgerichtet ins eigene Stoffwechselsystem einzugreifen. Das Wort DETOX beschreibt diesen Vorgang im Prinzip ganz genau: Schädigende Substanzen (Toxine), die dem Körper zugeführt und im Gewebe eingelagert wurden (Toxifikation), sollen gelöst und ausgeschieden werden (Detoxifikation). Ein Körper, der über Jahre Giftstoffe eingelagert hat, setzt diese unter einer Detox-Kur frei und leitet sie wieder aus.

In Abhängigkeit von Art und Menge der deponierten Toxine sowie des aktuellen Allgemeinzustandes können sich während des Entschlackungsprozesses daher leider auch unangenehme Empfindungen und Beschwerden einstellen. Verunsicherung und Angst machen sich breit: Entgiftung muss sich doch gut anfühlen. Überall hört man von der unglaublichen Klarheit und Leichtigkeit, die damit einhergehen und dann? Nicht selten kommt es daher zum Abbruch der Kur. Dabei lassen sich, mit ein bisschen Hintergrundwissen, die bedrohlichen Begleiterscheinungen als das verstehen, was sie tatsächlich sind – keine Nebenwirkungen, sondern Ausdruck eines Heilungsvorganges.

Inhaltsverzeichnis

Kopfschmerzen

Was sind Entgiftungserscheinungen?

Über den Verdauungstrakt, die Haut und den Atem werden vom Organismus tagtäglich Schadstoffe aufgenommen. Übersteigt jedoch die aufgenommene Menge die Verarbeitungskapazität der Entgiftungsorgane Leber, Darm, Nieren, Galle, Lunge, Lymphsystem und Haut, beginnt er, die Toxine in körpereigenem Gewebe zu speichern. Bevorzugt wird dabei Fettgewebe, eine Unterart des Bindegewebes, angesteuert. Denn dort, und nur dort, können lipophile externer Link (lipo = Fett, phil = liebend) Substanzen, zu denen beispielsweise die meisten Schwermetalle und Pestizide gehören, „endgelagert“ werden. Sind die Fettzellen ausgelastet, werden auch die anderen Körpergewebe zum Lagerplatz umfunktioniert.

Während einer Detox-Kur geschieht nun Folgendes: Um den vierten Tag herum greift der Körper zur Energiegewinnung auf seine Fettreserven zurück. Die darin befindlichen Toxine werden gelöst und geraten zunächst in den Blutkreislauf. Dadurch kann es zu Entgiftungserscheinungen kommen. Im Gegensatz zu den hydrophilen, also wasserlöslichen, Stoffen, die von der Leber über die Nieren als Urin ausgeschieden werden können, gibt es bei den fettlöslichen mehr zu tun. Leber und Gallenblase müssen nun Hand in Hand arbeiten, um Schadstoffpartikel endgültig über den Darm zu entsorgen.

Welcher Prozess steckt dahinter?

Die Leber schickt die Toxine über die Gallenblase in den Dünndarm, wo Nähr-, aber auch Schadstoffe zum einen Teil rückresorbiert, zum anderen Teil per Weiterleitung an den Dickdarm ausgeschieden werden. Was nicht unmittelbar den Darm verlässt, gelangt erneut über die Pfortader in die Leber. Nun beginnt der sogenannte enterohepatische Kreislauf externer Link (Leber-Darm-Kreislauf) von vorne. Folglich zirkulieren auch die durch Entgiftung abgesonderten Substanzen im Körperinneren, bis sie endgültig beim Stuhlgang eliminiert werden können.

Entgiftungserscheinungen stellen also nichts anderes dar als:

  • die Freisetzung von Giften aus dem körpereigenen Gewebe in die Blutbahnen
  • die Zirkulation dieser Gifte im Leber-Darm-Kreislauf bis zu ihrer Ausscheidung

Auch wenn Beschwerden während einer Kur nicht zwangsläufig auftreten müssen, aber können, beweist ihr Vorkommen, dass genau das geschieht, was Wirkweise und Ziel von Detox ist – der Körper reinigt sich selbst.

Erstverschlimmerung bei der Entgiftung

Wie von anderen natürlichen Heilverfahren, insbesondere der Homöopathie, bekannt, führen auch sanfte Eingriffe in den Stoffwechsel oftmals zu einer Erstverschlimmerung der Symptome. Anhaltende Darmprobleme verstärken sich plötzlich, Ermüdung wandelt sich in Erschöpfung, ein Aufmerksamkeitsleck zur Konzentrationsstörung.

Sich mit diesen Giftstoffen auseinanderzusetzen, bedeutet für den Körper sehr viel und sehr harte Arbeit. Die Ausleitungsorgane können nur begrenzt viele Schadstoffe auf einmal abbauen. Wenn sie während der Detoxifikation damit geschwemmt werden, geraten sie an ihre Grenzen und benötigen Zeit, um alle Produkte zu verstoffwechseln. Diese Schwemme macht sich dann in Form von Entgiftungssymptomen bemerkbar. Die Leiden sind individuell und reichen von Schwindel, Übelkeit, Verdauungsstörungen bis hin zu Hautproblemen.

Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass sich unser Organismus an den „vergifteten“ Zustand jahrelang gewöhnt hat. Das ist der Zustand, den er kennt, mit dem er sich arrangiert hat. Jeder, der schon mal versucht hat, unvorteilhaften Angewohnheiten den Laufpass zu erteilen, weiß von diesem Phänomen: Obwohl man das Richtige tut, fühlt es sich nicht gut an. Jede Umstellung braucht Zeit und geht mit Geburtswehen einher. All diese Symptome sind jedoch ein Indiz dafür, dass die Selbstheilungskräfte vollständig aktiviert sind. Die gute Nachricht ist jedoch, dass eine Erstverschlimmerung meist nur wenige Stunden bis Tage anhält und nur in Ausnahmefällen länger.

Was kann man in einer Entgiftungskrise tun?

Die Entgiftungskrise kennzeichnet den Moment, in dem die Konzentration und Zirkulation der freigesetzten Toxine ihren Höhepunkt erreicht. Zu diesem Zeitpunkt machen sich auch die begleitenden Symptome am stärksten bemerkbar. Doch wie kann man damit umgehen? Was kann man tun? Die erste Regel lautet – Verständnis, Akzeptanz und Ruhe bewahren.

Wer jedoch unter einer schwerwiegenden Grunderkrankung, wie z.B. Diabetes mellitus, leidet, sollte bereits im Vorfeld mit seinem Arzt/Heilpraktiker klären, welche Art von Detox-Kur für ihn infrage kommt. Ist eine solche Abklärung nicht erfolgt oder treten sehr beunruhigende Erscheinungen auf, dann ist in einer Entgiftungskrise unbedingt ein Fachmann aufzusuchen.

Darüberhinaus sollte man alles tun, was den Stoffwechsel in seiner Funktion unterstützt.
Es empfiehlt sich, auf ausreichende Ballaststoff-Zufuhr, z. B. in Form von Flohsamenschalen zu achten. Flohsamenschalen reinigen den Darm und beschleunigen die Ausscheidung. Außerdem sollte man natürlich viel trinken. Mindestens 2 bis 3 l stilles Wasser oder ungesüßter Kräutertee sind absolut notwendig, um den Körper gründlich durchzuspülen.

Ergänzend kann Bentonit eingenommen werden. Es handelt sich um einen Mineralstoff mit der Fähigkeit, Schadstoffe im Darm zu binden. So werden diese ausgeschieden und gelangen nicht zurück ins Blutsystem. Zudem kann ein Tee aus Mariendistel die Leber entgiften. Eine Tasse 3 x täglich hilft in krisenhaften Momenten.

Tip:
Gerade bei einer Schwermetallausleitung auf Basis der natürlichen Mittel Chlorella, Bärlauch und Koriander sollte man sich dessen bewusst sein, dass im letzten Schritt mit Zugabe des Korianders die Schwermetalle aus dem Nervensystem gelöst werden. Diesen Schritt darf man jedoch auf KEINEN FALL gehen, bevor man nicht zunächt das Bindegewebe mit Hilfe der Chlorellaalgen und des Bärlauchs über einige Zeit (meist mehrere Monate) vor-entgiftet hat. Ansonsten drohen schwere Entgiftungerscheinungen und auch Rückvergiftungen. Im Falle einer Schwermetallausleitung sollte man jedoch sowieso Rücksprache mit einem erfahrenen Arzt oder Therapeuten halten.


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