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Die Milch macht´s….nicht

Milch macht müde Männer munter“, „Die Milch macht´s“ oder im englischsprachigen Raum „Got Milk?“ inklusive Milchbart auf dem Plakat –  was haben wir nicht alles schon gehört und gesehen an tollen Werbesprüchen für Milch.
Ich gebe zu, dass ich vor ein paar Jahren noch die letzte Person gewesen wäre, die das in Frage gestellt hätte. Mit fünf milchtrinkenden Personen im Haushalt kaufte meine Mutter zum Wochenende teilweise bis zu 10 (in Worten, ZEHN!) Liter Milch ein, die dann sonntags abends auch zum größten Teil weg waren. Aber es gab ja auch so viele gute Sachen, die man mit und aus Milch machen konnte: Milchreis, Kakao, Müsli, Pudding, Waffeln, Kuchen etc. etc. Ich gehörte sogar zu den Menschen, die auch einfach so mal ein kaltes Glas Milch getrunken haben – heute wäre das unvorstellbar für mich.

Denn wenn es ein Lebensmittel gibt, was in seiner Wirkung völlig überschätzt wird, oder schlimmer noch, in seinen negativen Wirkungen total unterschätzt, ist das Milch. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Studien aufzuführen, die das untermauern. Aber allein schon durch die stetig steigende Anzahl von Menschen mit Laktoseintoleranz scheint sich langsam auch in unseren westlichen Breitengraden rumzusprechen, dass Milch doch nicht so gut sein kann, wie immer angenommen.
Tatsächlich ist es ein Trugschluss, zu glauben, dass wir Milch trinken müssen, damit wir unseren Calcium-Haushalt decken können. Denn genau das Gegenteil ist das Fall: der Milchverzehr führt dazu, dass Milch den Knochen eher Mineralstoffe entzieht, anstatt sie ihnen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus ist Milch auch schlecht für die Haut und wurde in mehreren Studien mit der Entstehung von Akne in Verbindung gebracht. Ich selber kann das auch bestätigen, denn meine starken Hautprobleme haben sich mit dem Streichen von Milch und Milchprodukten in Luft aufgelöst.

Auch ist inzwischen bekannt, dass auch Menschen mit anderen Gesundheitsproblemen eine deutliche Besserung erlebt haben, nachdem sie einfach nur Milch- und Milchprodukte vermieden haben. Verdauungsprobleme, Reizdarmsyndrom, Allergien, Hautausschlag, Neurodermitis oder Infektionen der Nasennebenhöhlen und der Ohren können oft durch eine Einschränkung des Milchkonsums fühlbar gebessert und teilweise sogar vollständig eliminiert werden.

Warum versuchen wir zwanghaft daran festzuhalten, dass Milch gut für uns ist?

Wir vertragen Milch einfach nicht. Fast 75% der Weltbevölkerung leiden an einer Laktoseintoleranz, was bedeutet, dass sie nicht in der Lage sind, Milchprodukte richtig zu verdauen. Eine Laktoseintoleranz bringt folglich unangenehme Symptome wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Kopfschmerzen mit sich. Grund dafür ist, dass den meisten Menschen das Verdauungsenzym Laktase, das zur Verdauung von Milchzucker (Laktose) notwendig ist, fehlt. Fehlt dieses Enzym, kann unser Körper Laktose nicht verdauen und diese gelangt in unseren Dickdarm, wo sie von den Darmbakterien zu Stoffen umgewandelt wird, die zu den genannten Symptomen führen. Die meisten Menschen hören mit der Produktion des Laktasenzyms im Alter von 5 Jahren auf, da der Körper dann keine (Mutter-)Milch mehr braucht.

Eine schwerwiegendere Folge des Kuhmilchkonsums ist, dass Milch offenbar auch das Krebsrisiko erhöhen kann. Verschiedene wissenschaftliche Forschungen, u.a. auch die bereits von mir erwähnte China Study haben einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Milchprodukten und dem Risiko an Brustkrebs und Prostatatkrebs zu erkranken aufgezeigt. Die natürliche Funktion von Milch ist es, das Wachstum eines neugeborenen Kalbes zu unterstützen. Daher enthält Milch natürlich auch verschiedene Wachstumsfaktoren. Es wäre nicht abwegig, wenn gerade diese Wachstumsfaktoren einen ungewollten Effekt auf das Zellwachstum haben und somit Krebs verursachen können.

Neben den oben erwähnten gesundheitlichen Folgen, die der Konsum von Milch und Milchprodukten haben kann, hat mich noch viel mehr erschreckt, wie wenig ich über die wahren Hintergründe der Milchproduktion und die Zustände in der modernen Milchwirtschaft wusste.

So war mir bis vor einigen Jahren nicht bewusst, dass Kühe nicht ständig Milch geben, sondern – wie alle anderen Säugetiere auch – Milch nur in einem begrenzten Zeitraum nach der Geburt eines Kälbchens produzieren. Denn wie beim Menschen dient ihre Milch eigentlich dazu, ihren Nachwuchs zu ernähren. Seltsamerweise haben wir jedoch diese artfremde „Säuglingsnahrung“ zweckentfremdet, nur um uns eine Extraportion tierisches Eiweiß zu verschaffen. So wusste ich auch nicht, dass heute in modernen Milchbetrieben die Kälber ihren Müttern bereits einen Tag nach der Geburt entrissen werden. Und diese Trennung zwischen Mutter und Jungtier ist – wie für alle anderen Säugetiere auch – sehr schmerzhaft. Das Muttertier trauert mehrere Tage lang um ihr Kälbchen und zeigt in dieser Zeit ihren Trennungsschmerz durch ständiges Rufen und Brüllen.  Und so entsteht ein andauernder Zyklus aus künstlicher Besamung, Schwangerschaft, Geburt des Nachwuchses und erneuter Besamung, der meist drei bis vier Jahre fortgesetzt wird:
Weibliche Kühe werden kurz nach Vollendung ihres ersten Lebensjahrs künstlich befruchtet. Nach der Geburt des Kalbes geben sie zehn Monate lang Milch. Anschließend werden sie erneut befruchtet, und der ganze der Prozess beginnt wieder von vorne, so dass die Kuh bis an ihr Lebensende in einer Art „Milchproduktions-Zyklus“ tritt. Dabei verbringen manche Kühe  ihr ganzes Leben auf Betonböden. Andere werden auf riesigen, überfüllten Weiden gehalten, wo sie gezwungen sind, inmitten ihrer eigenen Exkremente zu leben. Normalerweise beträgt die natürliche Lebenserwartung einer Kuh etwa 20 Jahre, während der sie acht oder neun Jahre lang Milch produzieren könnte. Der Stress, dem die Tiere durch die Bedingungen in der Intensivhaltung ausgesetzt sind, führt jedoch zu Krankheiten, Lahmheit und einem Absinken ihrer Fruchtbarkeit, so dass die Kühe bereits im Alter von vier oder fünf Jahren für die Milchwirtschaft wertlos sind und zum Schlachthaus geschickt werden. Unter natürlichen Umständen würden die Tiere nur so viel Milch produzieren, wie sie zur Ernährung ihrer Kälber benötigen (etwa 8 Liter pro Tag). Doch durch genetische Veränderung und die Verabreichung von Antibiotika und Hormonen wird jede einzelne Kuh gezwungen, jährlich mehr als 10.000 Liter Milch (d.h. durchschnittlich 27 Liter pro Tag) zu geben.

Eine weit verbreitete Krankheit bei Kühen, die für die Milchproduktion gezüchtet werden, ist die schmerzhafte Euterentzündung, auch Mastitis genannt. Etwa 1/3 aller Intensivhaltungs-Kühe leiden trotz der immensen Medikamentengabe an dieser bakteriellen Entzündung, die für die Kühe äußerst schmerzhaft ist. Mastitis entsteht bei den ohnehin geschwächten Tieren zum einen durch mangelnde Hygiene im Stall, da die übergroßen Euter in der Nähe des verdreckten Bodens hängen.
Zum anderen wird die Euterentzündung häufig durch Verletzungen am Euter verursacht, die durch die exzessive Nutzung der Melkmaschinen entstehen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Forscher davon ausgehen, dass heute ein normales Glas Milch 1-7 Tropfen Eiter enthält.


Als wäre das nicht alles schon genug, war mir jahrelang auch nicht bewusst, dass ich mit jedem Glas Milch, das ich getrunken habe, gleichzeitig auch die Kalbfleisch-Industrie unterstützt habe. Denn während die weiblichen Kälbchen für die Milchproduktion gezüchtet werden, werden ihre kleinen Brüder nach der Geburt in winzige Ställe gesperrt und dort bis zu 18 Wochen lang (häufig in Kettenhaltung) zur Produktion von Kalbfleisch gemästet. Die Boxen, in denen die Kälbchen ausharren müssen, sind so klein, dass sie sich nicht einmal umdrehen, geschweige denn sich hinlegen und ausstrecken können. Konzipiert, um jegliche Bewegung zu verhindern, erfüllt die Box ihren Zweck, die Muskeln des Kälbchens verkümmern zu lassen, um zartes, weißes „Feinschmecker-“ Kalbfleisch zu erzeugen.
Mit dem Wissen der oben geschilderten Punkte kommt es für mich nicht mehr in Frage, Milch oder Produkte aus Milch zu konsumieren. Und ein Verzicht darauf fällt mir auch überhaupt nicht schwer, vor allem auch, weil ich merke, wie viel besser es mir ohne Milchprodukte geht und weil es inzwischen auch sehr gute und leckere Alternativen gibt. Auf diese Alternativen werde ich in einem meiner nächsten Posts näher eingehen.

Zum Schluss kann ich nur allen ans Herz legen: Milch – besser nicht!

TIPP:
Inzwischen gibt es in Biosupermärkten aber auch teilweise schon in den „normalen“ Supermärkten eine große Auswahl an verschiedenen Pflanzenmilchsorten z.B. Hafer-, Dinkel-, Reis- oder Mandelmilch. Wenn man von Kuhmilch umstellen möchte auf Pflanzenmilch empfiehlt es sich, einfach mal die verschiedenen Sorten durchzuprobieren. Denn jede Pflanzenmilch schmeckt anders, so dass für jeden etwas dabei ist. Man muss halt nur etwas Geduld haben, bis man die richtige Sorte für sich gefunden hat!

 

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33 Rezepte für Milch auf Pflanzenbasis


Wie haltet Ihr es mit Milch und Milchprodukten? Trinkt und esst Ihr diese noch oder gibt es bei Euch auch nur noch pflanzliche Alternativen? Und falls ja, habt Ihr gesundheitliche Verbesserungen gemerkt?

 

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

3 Antworten auf Die Milch macht´s….nicht

  • „Ich gehörte sogar zu den Menschen, die auch einfach so mal ein kaltes Glas Milch getrunken haben – heute wäre das unvorstellbar für mich.“
    Ich tu es heute noch gern und mit Genuss… nur jetzt mit Soja/Hafer/Reis oder was auch immer für Pflanzenmilch. 😀

    Vielen Dank für deine Zusammenfassung!

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  • Danke für Deine Infos! Alles super auf den Punkt gebracht! Das sollte jeder Mensch Montags lesen um wieder daran erinnert zu werden was wir den Kühen so an tun! Lg

    3+
  • Ich trinke seit über 40 Jahren täglich zwischen einem und vier Liter Milch. Ich habe außer etwas Heuschnupfen keine Allergien, meine Haut ist tadellos, ich bin sportlich fit und sehr belastbar, hatte nie Mangelerscheinungen oder Akne und auch sonst nie irgendwelche der im Artikel angesprochenen negativen Begleiterscheinungen. Ich führe mein Wohlergehen definitiv​ auf den hohen Milchkonsum zurück. Milch macht mich glücklich.

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