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Alkohol

Inhaltsverzeichnis

Rotwein mit Glas

Wirkungen von Alkoholkonsum im menschlichen Körper

Die Aufnahme von Alkohol ins Blut beginnt schon nach der Einnahme von einem Schluck Alkohol. Ein kleiner Teil gelangt immer sofort über die Mundschleimhaut sowie der Speisenröhrenschleimhaut direkt in die Blutbahn. Ungefähr ein Viertel des Alkohols nimmt die Magenschleimhaut auf und der Rest geht über den Darm, den oberen Dünndarm in die Blutbahnen. Alkohol gelangt sehr schnell oder weniger schnell ins Blut. Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass die Aufnahmegeschwindigkeit erhöht wird. Das können sein:

  • Frauen vertragen Alkohol schlechter, da sie einen höheren Fettanteil im Körper haben als Männer
  • warme alkoholische Getränke, wie beispielsweise der Grog
  • alkoholische, kohlensäurehaltige Getränke
  • alkoholische Getränke mit Zucker
  • ein schnelles Trinken von Alkohol
  • ein Trinken auf leeren Magen
  • individuelle Faktoren kommen hinzu, wie beispielsweise Krankheiten

Forscher nehmen an, dass „MEOS“, ein Enzym, dafür verantwortlich ist, wenn Menschen sich an Alkohol gewöhnt haben und regelmäßig große Mengen trinken. MEOS heißt = es ist ein alkoholtoxischer Leberschaden vonstattengegangen, der infolge vom Alkoholabbau in der Leber entstanden ist. Irreversible Stadien beginnen und münden meist in einer Leberzirrhose. In der Pathophysiologie beschäftigt man sich mit chronischem Alkoholismus und die veränderte Verstoffwechselung von Alkohol. Die sogenannte Alkoholdehydrogenase trägt normalerweise die Verantwortung und Hauptlast für den Alkoholabbau, der in der Leber bewältigt werden muss – zunehmend mehr MEOS stellt sich ein.

Dadurch, dass mehr von dem Enzym zur Verfügung steht, wird der Alkohol schneller abgebaut in das Zwischenprodukt Azetaldehyd – eine Krebs erzeugende Wirkung wird diesem entstandenen Produkt nachgesagt. Azetaldehyd, auch in Zigaretten enthalten, sorgt für Kopfschmerzen, Reizungen der Augen, Atemwege und der Haut und kann sich auf das Zentralnervensystem (ZNS) negativ auswirken. Der an Alkohol gewöhnte Mensch braucht immer mehr Alkohol, um die ihm bekannte berauschende Wirkung zu erleben. Diese Gewöhnung wirkt sich keines Falls positiv auf die Gesundheit aus. Der Körper reagiert auf diesen Vorgang, produziert zusätzlich MEOS und versucht dadurch der berauschenden Wirkung von Alkohol entgegenzuwirken. Das entstehende Azetaldehyd wird dabei jedoch nicht, wie vielleicht angenommen, schneller abgebaut und auch seine vergiftende Wirkung vermindert sich nicht. Von daher kann behauptet werden, dass eine Gewöhnung des Körpers an Alkohol absolut nicht bedeutet, dass der Alkoholkonsum nun für den menschlichen Körper weniger giftig ist.

Je schneller der Alkohol vom Blut aufgenommen wird, umso schneller steigt die Blutalkoholkonzentration – der Betroffene wird schneller betrunken. Einen Gegensatz finden wir, wenn beispielsweise vorher gegessen wurde, dann steigt auch die Blutalkoholkonzentration langsamer. Nahrung ist hier ein Hauptfaktor. Der Alkohol bleibt länger im Magen und gelangt später in den Darm. Im Blut angelangt, verteilt sich der Alkohol rasch und gleichmäßig durch die Blutbahnen im Körper und erreicht so alle Organe. Es heißt, dass eine maximale Blutalkoholkonzentration in der Regel nach ungefähr einer Stunde erreicht ist. Erfolgt beispielsweise eine Messung bei einer Polizeikontrolle, wird jener Teil der Blutalkoholkonzentration sichtbar, der im Magen-Darm-Trakt sowie in der Leber noch nicht abgebaut worden ist. Da Alkohol besser wasser- als fettlöslich ist, hängt die Blutalkoholkonzentration von der jeweiligen Menge des Wasseranteils im Körper ab.

Langzeitfolgen von Alkoholmissbrauch auf die Leber

Alkohol wird in zwei Phasen in der Leber abgebaut. Dies geschieht mithilfe von Enzymen. In einer ersten Phase baut das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) den Alkohol in Azetaldehyd ab. Wie bereits erwähnt, ist Azetaldehyd sehr giftig und trägt sorge für Schädigungen im ganzen Körper. Es greift sofort die Zellmembranen an und indirekte Schäden können verursacht werden, da es hemmend auf die Enzymsysteme einwirkt. In der darauffolgenden zweiten Phase wird dann Azetaldehyd in das sogenannte Azetat = Essigsäure abgebaut – dies geschieht mit Hilfe von Aldehyddehydrogenase (ALDH), einem Enzym. Das Azetat wiederum baut sich ab in Azetyl-Koenzym A – ein Ausgangsstoff für verschiedene Zyklen, wie: Zitratzyklus und Fettsäurezyklus. Außerdem verantwortlich für die Cholesterolsynthese = Regulation des Choleserolspiegels. Die Fettsäuresynthese steigert sich durch Azetyl-Koenzym A, was eine Anhäufung der Fettsäuren nach sich ziehen kann, dies geschieht bei übermässigem Alkoholkonsum in der Leber und kann zu einer Fettleber führen. Doch, noch ein weiteres Enzym wird bei übermässigem Alkoholkonsum aktiviert – das Oxidase-Enzym = MEOS. Und so schließt sich der Kreis.

Weitere gesundheitliche Folgen bei langfristigem Alkoholkonsum

Alkohol beeinflusst bei jedem Menschen die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen. Es hat aber auch Auswirkungen auf die Emotionen und das Verhalten der jeweiligen Person. Beginnen tun diese Einflüsse schon bei so grundlegenden körperlichen Systemen wie der Regelung der Atmung und die Körpertemperatur. Über die Blutbahn gelangt der Alkohol schnell ins Gehirn. Im Gehirn wirkt er sich auf den Botenstoffwechsel aus, was zu Beeinträchtigungen verschiedener Hirnfunktionen führt. Das Blickfeld wird enger, zieht sich zusammen und die Sehleistung verringert sich – der sogenannte Tunnelblick stellt sich ein. Die Aufmerksamkeit und Konzentration sowie die Kritik- und Urteilsfähigkeit mit eingeschlossen das Reaktionsvermögen sind beeinträchtigt. Eine gewisse Risikobereitschaft stellt sich ein. Das sogenannte Rauschstadium stellt sich ab einem Blutalkoholwert von ungefähr 1 % bis 2 % ein, das Betäubungsstadium liegt bei etwa 2 % bis 3 % und bei einem Blutalkoholwert von 3 % werden erwachsene Personen dann meist bewusstlos und können in ein Koma fallen.

Je nach der Menge des getrunkenen Alkohols können die beeinträchtigten Fähigkeiten leichter bis sehr stark verändert sein. Die Reaktionszeit beispielsweise zum nüchternen Zustand verlängert sich um 30 % bis 50 % und das bei 0,8 % Blutalkoholwert. Anfangs wird die Wirkung von Alkohol meist als positiv empfunden, dies ist bei einem Blutalkoholwert von 0,5 % der Fall, die Stimmung kann euphorisch werden. Mit zunehmender konsumierter Menge aber treten oft negative Emotionen verbunden mit unangebrachtem Verhalten auf. Dabei hängt die Wirkung auch immer mit von der ausgegangenen Verfassung der Betroffenen ab. War derjenige vor dem Trinken vielleicht traurig oder wütend, führt der Alkohol zunächst zu besserer Laune; schlägt dann aber schnell um in eine noch tiefere Traurigkeit oder Aggressionen. Hierbei sei zu beachten, dass der Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen schon in geringeren Blutalkoholkonzentrationen lebensgefährlich sein kann.


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