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Adopt, don´t shop!

Aggeliki 400x300

Vor ein paar Tagen habe ich das Bild von diesem traurigen Hundebären auf meiner google+-Seite geteilt, der in einem Tierheim in Griechenland sitzt und dringend ein neues Zuhause sucht. Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass es eine riesige Resonanz darauf geben würde.
Daher habe ich mir überlegt, dass das Thema Hundeadoption noch mehr Aufmerksamkeit verdient hat und nun diesen Artikel dazu geschrieben, der so eigentlich gar nicht geplant war.

 

Bei Facebook verfolge ich viele Seiten von Tierrettungsorganisationen und Vereinen zur Tiervermittlung, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, für Straßenhunde und Hunde aus Tierheimen aus dem In- und Ausland neue, liebevolle Besitzer zu finden. Immer wieder werden mir dabei auf meiner Startseite arme Hundeseelen gezeigt, die nichts dringender brauchen, als ein liebevolles zu Hause mit Menschen, die sich um sie kümmern und sie als Teil ihrer Familie aufnehmen.

Diese Hunde haben oft Schlimmes erlebt – sei es, dass sie lange Zeit auf der Straße leben und unter Hunger leiden mussten, teilweise misshandelt wurden, Ewigkeiten in Tierheimen oder Auffangstationen ihr Dasein fristeten und letztlich ihr bisheriges Leben ständig erleben mussten, dass sie unerwünscht sind.

Straßen- und Tierheimhunde – ein Menschenproblem

Das Problem der Straßen- und Tierheim-Hunde ist jedoch kein Hundeproblem sondern ein Menschen-Problem. In Deutschland sowie allen anderen westlichen Ländern dieser Welt werden unzählige Tiere von Züchtern „produziert“ und viele Tierhalter lassen ihre Gefährten nicht kastrieren.
Ganz besonders die ost- und südeuropäischen Ländern hinken bei dem Thema Tierschutz noch sehr weit hinterher, Kastrationen werden kaum durchgeführt, und es fehlt schlichtweg an Kontrolle. Spanien z.B. ist flächenmäßig weitaus grösser als Deutschland, während es aber nur halb soviel Einwohner hat, d.h. es gibt endlos freie Wildnis, wo Tiere sich verstecken und unkontrolliert vermehren können.
Abhängig von der Mentalität werden auch viel mehr Tiere ausgesetzt. Hunde werden als Hunde gehalten, d.h. der Bezug ist nicht so stark wie in deutschen Familien. Oft werden sie, auch wenn sie geliebt werden, draußen auf dem Balkon oder im Garten gehalten, weil es als unhygienisch gilt, Tiere im Haus zu haben. Und oft leider werden Hunde auch nur gekauft, um die Kinder zu beglücken, bis er irgendwann nervt und dann ins Tierheim gegeben oder ausgesetzt wird.
Aber auch hier in Deutschland bringen die Medien immer wieder Meldungen über Tierheime, die aus finanzieller Not und Platzmangel heraus Aufnahmestopps verhängen müssen, da sie der Flut an abgegebenen und ausgesetzten Tieren nicht mehr Herr werden. Gleichzeitig werden dennoch weiterhin Hunde gezüchtet, obwohl es bereits eine derart große Überpopulation gibt: Jedes Jahr werden auch in deutschen Tierheimen über 120.000 Hunde abgegeben (Quelle: Peta).

Die einzige Möglichkeit, diese Probleme in den Griff zu bekommen, sind Zuchtstopps und Kastrationen sowie bereits vorhandene Tiere aus den Auffangstationen und Tierheimen an verantwortungsbewusste, tierliebe Besitzer zu vermitteln.

Inzwischen auch Welpen und Rassehunde in der Vermittlung

Beim Thema Hundeadoption gibt es nur leider noch viele Vorurteile. Da kommen dann Aussagen wie „Die Tiere haben doch alle einen Schaden“, oder „Wir haben aber kleine Kinder“ oder „Wir wollen doch so gerne einen reinrassigen Hund oder einen Welpen“. Es macht mich traurig und ein stückweit auch wütend, wenn ich aus meiner Großfamilie oder dem näheren Bekanntenkreis erfahre, dass man sich einen „reinrassigen Welpen“ aus „kontrollierter“ Zucht zugelegt hat.
Dabei sind das alles nur haltlose Argumente: Inzwischen gibt es (leider) auch schon sehr viele Welpen, die in Rettungsstationen oder Tierheimen landen. Und auch reinrassige Hunde sind dort zu Hauf zu finden, weil es zwar irgendwann mal ganz schick oder schön war einen Golden Retriever oder Labrador zu haben, es dann aber nach zwei Jahren doch zu viel wurde oder man schlichtweg keine Lust mehr auf das Tier hatte.
Und heute kann man auch bei einer Hundeadoption sehr gut beeinflussen, welche Rasse und welchen Hundecharakter man erhält. Denn viele der zu vermittelnden Hunde, gerade die aus dem Ausland, leben vor ihrer Vermittlung in (deutschen) Pflegefamilien, d.h. die temporären Besitzer sowie natürlich auch die Organisationen selbst können genaue Angaben machen und Infos liefern, was für einen Charakter das Tier hat und für wen der Hund am besten geeignet ist.
Es ist somit völlig verantwortungslos, einen Hund vom Züchter zu holen. Jeder muss sich darüber im Klaren sein, dass für jeden Hund, der beim Züchter gekauft wird, ein Hund im Tierheim, auf der Strasse oder in der Tötungsstation zurückbleibt.

Ich selber würde auch gerne einen Hund adoptieren, nur leider geht das momentan noch nicht (zu wenig Platz und zu wenig Grün in der Großstadt). Dennoch würde ich gerne irgendwie – wenn auch im Kleinen – dazu beitragen, dass einige der armen Hundeseelen in deutschen und ausländischen Tierheimen eine neue Familie finden und aus ihrer traurigen Situation geholt werden.

Daher habe ich wie bereits oben erwähnt vor ein paar Tagen in meiner google+-Gruppe „Vegan und nachhaltig leben“ einfach mal unter der  Rubrik „Tierschutz“ einen Hund, genauergesagt Aggeliki von der Organisation „Patras-Hunde“ geteilt (s. Foto oben). Und die Resonanz darauf war so überwältigend, dass ich entschieden habe, dass ich in dieser Gruppe jetzt regelmäßig einen Hund aus der Vermittlung vorstellen werde. Unter der neuen Kategorie „Adopt, don´t shop“ findet Ihr ab sofort wöchentlich einen Hund, der einen neuen Besitzer sucht.

Tiervermittlungsorganisationen

Gleichzeitig möchte ich diesen Post nutzen, um eine Reihe von sehr engagierten Tierrettungs-Organisationen vorzustellen, die alle zum Ziel haben, Tiere aus dem Tierschutz (in diesem Fall hauptsächlich Hunde) an neue liebevolle Besitzer zu vermitteln. Diese Liste ist bei Weitem nicht vollständig und führt nur einige Vereine und Organisationen in Deutschland auf:

Patras-Hunde
Tierheim-Helden
Stray Einsame Vierbeiner
Stray Dogs Bosnien
Retriever und Freunde
Tierhilfe Montenegro
Tiere suchen ein Zuhause
Tierschutzverein Europa
Wir für Pfoten
Tiere in Spanien e.V.
Tierschutzverein Santorini e.V.
Tierschutz Andalusien

Jeder, der sich ernsthaft überlegt, einen Hund anzuschaffen (oder ein anderes Tier) bitte ich daher von Herzen, dass er sich vorher einmal bei seinem nächstgelegenen Tierheim oder online bei den o.g. Tierrettungsorganisationen erkundigt. Neben den Hunden, die ein neues Zuhause suchen, findet man dort übrigens auch sehr oft Erfolgsgeschichten von Hunden, die bereits erfolgreich in neue Familien vermittelt wurden.
Und wenn man die teilweise unglaublichen Verwandlungen von einem traurigen, apathisch wirkenden Tier in ein total fröhliches, unbeschwertes Tier sieht, dann geht einem das Herz auf. Und dann kommt man auch hoffentlich nicht mehr auf die Idee, einen Hund von einem Züchter zu kaufen….

Möchtest Du auch einen Hund adoptieren?
Oder hast Du vielleicht schon einen adoptierten Hund?

 

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

6 Antworten auf Adopt, don´t shop!

  • Liebe Dominique, ich finde es so toll, dass du dieses Thema aufgegriffen hast und in Zukunft zu vermittelnde Hunde auf deiner Seite vorstellen möchtest! Mir liegt das Thema auch sehr am Herzen und ich habe nun selbst schon mehrere Erfahrungen gemacht, die mir gezeigt haben, dass ich nie wieder zu einem Züchter gehen würde. Unser erster Familien Hund war ein Labrador aus der Züchtung. Wir hatten uns vorher nicht viele Gedanken gemacht, weil es halt „normal“ ist einen Hund vom Züchter zu kaufen. Leider starb unser Joschi bereits mit 7 Jahren, nachdem er mehrere Male Krebs hatte und ich denke, dass die Ursache dafür mit der Überzüchtung dieser Rasse zu tun hatte. Das ist ein weiterer Nachteil dieses ganzen Züchtungswahns. Es wird so viel gezüchtet, dass die Tiere krank werden und das nur, damit wir Hunde ganz nach unserem Geschmack kaufen können. Das würde ich nie wieder unterstützen.
    In Sachen „die haben doch einen Knacks weg!“, kann ich auch nur sagen, dass die Tiere, die gerettet werden einfach nur sowas von dankbar sind. Sie wollen einfach nur geliebt werden, denn sie sind alle am Ende Rudeltiere, die mit Einsamkeit nicht gut zurecht kommen. Und auch wenn sie vielleicht schlimme Erfahrungen vorher gemacht haben, können sie ihr Wesen komplett verändern, sobald sie erkennen dass man ihnen nichts Böses will. Auf dem Gnadenhof, auf dem ich aushelfe, lebt ein Chihuahua den man anfangs nicht streicheln durfte. Er war aggressiv und das zu recht, weil er von seinem vorigen Herrchen misshandelt wurde. Doch es dauerte gar nicht lange, da wurde er zum verschmusesten Hund überhaupt! 🙂 Hunde sind so soziale Wesen und es ist erstaunlich, wie schnell sie vergeben können sobald man ihnen Liebe und Respekt entgegen bringt. Da können wir Menschen manchmal sogar noch von lernen 😉

    4+
    • Liebe Franzi,
      vielen Dank für Deinen schönen Kommentar! ♥
      Ich finde es super, dass Du erwähnst, dass Ihr mal einen Zuchthund hattet, aber inzwischen auch nur noch Hunde aus der Tierrettung nehmen würdet. Und auf Deinem Blog sieht man ja auch, was für tolle und glückliche Hunde Fritzi und Jule sind!! Dass gerade die adoptierten Tiere besonders dankbar sind, habe ich auch schon oft gehört. Und in diesem Zusammenhang gebe ich Dir auch total Recht, dass gerade wir Menschen von den Tieren im Allgemeinen und hier von den Hunden eine Menge lernen können: sie sind in keinster Weise nachtragend und höchstens ängstlich, weil sie so schlimme Erfahrungen gemacht haben.
      Drücken wir die Daumen oder noch besser die Pfoten (haha!!), dass immer mehr Menschen sich für die Adoption eines Hundes entscheiden!
      Viele liebe Grüße,
      Dominique

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  • Hallo Dominique,

    per „Zufall“ bin ich heute auf Deiner Seite und bei diesem Artikel gelandet. Ich finde es klasse, dass Du darüber berichtest. Ich wohne zur Zeit auf La Palma und da ist das Thema „herrenlose Tiere bzw. Tiere, die niemand (mehr) haben möchte“ ziemlich groß. Auch wir behergen gerade drei Welpen, die in gute Hände zu vermitteln sind und würden uns natürlich sehr freuen, wenn Du auf Deiner Seite oder bei Facebook darüber berichtest.

    Die Tierschutzvereinigung unter der die Vermittlung abläuft ist unter folgendem Link zu finden http://www.tierschutzvereingarafia.de/unsere-hunde.php?sort=welpen&seite=2

    und wir kümmern uns gerade um Finchen, Pfötchen und Blacky, drei Geschwisterwelpen, die bisher keine traumatischen Erlebnisse hatten und daher durchaus auch für Familien mit Kindern in Frage kommen. Wie Du ja schreibst, suchen auch immer mehr Welpen ein neues Zuhause, entweder weil die schwangeren Muttertiere ausgesetzt wurden oder die Kastration unterblieben ist.

    Ganz liebe Grüße aus La Palma,
    Marion

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    • Hallo Marion,
      Danke für Deinen Kommentar! Und wie toll, dass Du auch gerade Welpen aus der Tierrettung beherbergst.
      Gerne kann ich versuchen, diese Tiere bei meinem nächsten „Hund der Woche-Post“ bei google+ zu erwähnen.
      Ansonsten werde ich auch immer wieder mal auf der Seite Tierschutzverein Garafia schauen.
      LG,
      Dominique

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  • das gilt nicht nur für hunde, vor allem in kleintierbereich (nagetiere und kaninchen) ist dies die normalität, denn die meisten zooläden und baumärkte beziehen ihre „waren“ aus tierquälerischen zuchtbetrieben aus niederlanden oder osteuropa.

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  • Wir haben vor 2 Monaten auch eine Hündin aus Rumänien adoptiert. Coco ist eine ruhige und liebe Hündin, die dankbar und sehr lieb ist. Allerdings sollte man wissen, dass diese Hunde oft ein größeres oder kleineres Päckchen an gesundheitlichen Problemen mitbringen und sollte sich dessen bewusst sein. Dennoch ist sie eine große Bereicherung in unserem Leben. So viel Lachen und Freude, aber auch so viel Bewegung an der frischen Luft – und wir waren vorher schon keine Couch Potatoes – hatten wir noch nie. Also wenn die Umstände es erlauben und die ganze Familie (das ist wichtig!) damit einverstanden ist und mit dem neuen Familienmitglied leben will, dann kann ich das nur empfehlen.

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