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20 Tipps, wie Du ab heute nachhaltiger leben kannst (Teil 1)

sustainable living

 

„Small acts, when multiplied by millions of people, can transform the world.“

Ich bemerke in Alltagssituationen immer wieder, dass viele Menschen noch mit der Haltung „Ach, was kann denn eine Person schon ändern“ durch die Welt gehen. Manchmal ist es vielleicht auch einfach nur Bequemlichkeit, wie der Mann, der vor kurzem neben mir im Bio-Supermarkt (!) nochmal seine Bananen in eine extra Plastiktüte eingepackt hat.
Dabei macht jede noch so kleine Handlung bzw. das Unterlassen einer Handlung etwas aus. In der nachfolgenden Liste habe ich daher einfach mal ein paar Tipps aufgelistet, die jeder ohne Probleme umsetzen kann, um den Alltag direkt ohne großen Aufwand nachhaltiger zu gestalten. Und schließlich sollte es doch auch in unser aller Interesse sein, dass dieser schöne Planet Erde noch ein paar Generationen von uns Menschen bewohnt werden kann, oder?

 

 

(1) Kaufe Qualität
Um Müll zu vermeiden sollten wir möglichst langlebige Produkte kaufen und die dann auch möglichst lange verwenden. Billig-Produkte, egal ob Klamotten, Elektrogeräte, Möbel oder Spielzeug sind aber nicht langlebig und landen eher früher als später auf dem Müll. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern fördert auch die Ausbeutung von Ressourcen und Arbeitskräften. Ein etwas höherer Anschaffungspreis für ein langlebigeres Produkt lohnt sich immer.

 

(2) Aus alt mach neu
Eigentlich kann jeder mit ein bisschen Kreativität aus Klamotten, Möbel, Altglas oder Küchenutensilien etwas Neues machen, neudeutsch „upcyeln“. Aus Plastikflaschen wird ein Kräutergarten, aus einem Pulli Handschuhe, aus Autoreifen Handtaschen, aus alten Büchern eine Wandverkleidung. Mit relativ wenig Aufwand können so tolle Unikate entstehen. Und die Materialien, die ein zweites Leben finden, landen nicht im Müll. Ideen finden sich zum Beispiel hier: www.weupcycle.com

 

(3) Weniger to go, mehr to stay
Ich bekenne mich selber schuldig: als der „To-Go“-Hype Deuschland erreichte, war auch ich noch regelmäßige Konsumentin von Coffee to go oder ähnlichem – alles zum Mitnehmen. Dabei ist es ein totaler Irrsinn, wenn man bedenkt, wie lange der Plastikdeckel auf dem To-Go-Becher und der Becher selbst benutzt werden.
2 Minuten? Vielleicht 5 Minuten? So oder so steht das in keinem Verhältnis zu dem Müllberg, der dadurch entsteht, dass wir uns nicht mal einfach 5 oder 10 Minuten Pause gönnen und den Kaffee aus einer schönen Porzellantasse trinken. Und das würde uns und unserer Seele doch auch mal gut tun, weniger durchs Leben zu hetzen, oder?

 

(4) Mehr Pflanzen essen
Okay, eigentlich versteht sich dieser Punkt auf diesem Blog von selbst. Und inzwischen sollte es sich auch sonst überall rumgesprochen haben, dass der Konsum von tierischen Produkten nicht nur ungesund ist, sondern auch weitaus mehr Ressourcen verschwendet als eine (rein) pflanzenbasierte Ernährung (mehr Details dazu z.B. hier). Das Internet ist voll von vegetarischen und veganen Rezepten, und auch Kochbücher gibt es auf dem deutschen Markt inzwischen wie Sand am Meer. Ausreden gibt es jetzt keine mehr!

 

(5) Sag´ nein zu Plastik
Es gibt im Alltag ständig Momente, in denen wir aus reiner Gewohnheit oder Bequemlichkeit Plastik benutzen. Die Tüte an der Supermarktkasse, die Wasserflasche am Kiosk, der Plastikkuli am Bankschalter, das Fertiggericht in Plastikschale – überall ist man von Plastik umgeben und verführt, ein weiteres Plastikteil mitzunehmen oder zu kaufen. Und meistens tut man das nur aus Bequemlichkeit. Dabei würde es viel bewirken, wenn jeder seine Einkäufe bewusster planen und Plastik öfter mal links liegen lassen würde – nicht nur für die Umwelt (siehe Punkt 9), sondern auch für die eigene Gesundheit.

 

(6) Elektrogeräte richtig entsorgen
Wenn es dann doch unbedingt das neue Smartphone sein musste, obwohl das alte noch funktioniert: Das Alte nicht einfach in die Tonne werfen! Funktionierende Elektrogeräte könnt Ihr verkaufen, verschenken, spenden – alles, nur nicht wegwerfen! Funktionierende Handys zum Beispiel kann man über www.handysfuerdieumwelt.de loswerden, PCs, Laptops und Tablets auf www.labdoo.org und auf www.flip4new.de kann man sogar defekte Geräte noch für ein paar Cent verkaufen. Ansonsten nehmen auch viele Händler defekte Geräte zurück. Und bei fast allen Wertstoffhöfen kann man zumindest kleineren Elektroschrott umsonst abgeben. Zudem gibt es immer wieder lokale Sammelaktionen verschiedener Initiativen und Organisationen.

 

(7) Teilen ist das neue Kaufen
Klar, seine Unterhosen möchte man vielleicht nicht so gerne teilen. Aber es gibt viele Dinge, die man nur gelegentlich braucht: Akkubohrer, Leiter, Heckenschere, Nähmaschine und Friteuse kann man sich bestimmt auch mal beim Nachbarn oder Freunden ausleihen. Vielleicht kann man Dinge wie zum Beispiel einen Rasenmäher auch gemeinsam mit Nachbarn anschaffen. Warum nicht auch ein Zeitungs- oder Gemüsekisten-Abo teilen? So werden die Dinge effektiver genutzt und es landen weniger davon im Müll. Und Geld spart man dabei auch. In der Schweiz gibt es bereits die Initiative „Pumpipumpe„, die sich für einen bewussten Umgang mit Konsumgütern und mehr soziale Interaktion in der Nachbarschaft einsetzt. Hierfür werden kostenlose Sticker angeboten, die man an seinen Briefkasten klebt, damit die Nachbarn sehen können, welche Dinge sie sie sich ausleihen können. Auf jeden Fall nachahmenswert!

 

(8) Mut zur Hässlichkeit
Warum eigentlich greifen wir im Supermarkt immer zielsicher zum makellosen Gemüse oder Obst? Ist eine krumme Gurke, eine gewundene Karotte oder eine Kartoffel mit Dellen nicht genauso lecker? Das Problem ist, dass eine riesige Menge Lebensmittel, die nicht dem Standard entspricht, bereits aussortiert und entsorgt wird – rund ein Drittel der Ernte. Das ist Ressourcenverschwendung. Daher greift in Zukunft auf Gemüsemärkten, direkt beim Bauern oder im kleinen Bio-Laden auch mal direkt nach dem „hässlichen“ Gemüse und Obst. Eine tolle Initiative zu dem Thema findet Ihr bei „Culinary Misfits„.

 

(9) Stofftaschen / Beutel / Körbe benutzen
Falls Ihr es noch nicht macht: Nehmt Eure eigenen Stofftaschen, Körbe, Rucksäcke mit zum Einkaufen! Plastiktüten sind ökologisch kompletter Unsinn, stellen einen großen Teil des weltweiten Plastikmülls dar, töten Fische und Wale –dabei sind sie so leicht vermeidbar. Im Supermarkt kostet eine Stofftasche höchstens zwei Euro, und die hält garantiert um Jahre länger als jede Plastiktüte. Am besten Ihr deponiert einfach eine dauerhaft in der Handtasche oder im Rucksack, dann ist sie immer dabei. Keine Ausreden mehr!

 

(10) Reparieren
Wenn man Gegenstände möglichst lange verwendet, reduziert man Abfall. Dazu gehört neben der pfleglichen Behandlung auch, diese zu reparieren statt neu zu kaufen. Das geht oft einfacher, als man denkt. Inzwischen gibt es in vielen Großstädten auch sog. „Repair Cafés“, bei denen sich viele reparierbegeisterte Menschen treffen und zusammen tüfteln. Und ansonsten gibt es auch immer einen Schuster, eine Änderungsschneiderei, einen Schreiner oder jemanden, der Fernseher & Co. repariert, falls man es nicht selber hinbekommt.

 

Wie wichtig ist Euch das Thema Nachhaltigkeit? Was macht Ihr, um Euren Alltag nachhaltiger zu gestalten?

Teil 2 folgt in den nächsten Tagen!

Ich schreibe darüber, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt, sein Leben und seine Gesundheit grüner gestalten und was man tun kann, um glücklicher zu werden. Ich würde mich freuen, wenn ich Dich mit meinen Beiträgen inspirieren kann. Folge mir in den sozialen Netzwerken oder abonniere meinen Newsletter!

11 Antworten auf 20 Tipps, wie Du ab heute nachhaltiger leben kannst (Teil 1)

  • Ohja, das sind einige tolle Tipps und manchmal handelt man wirklich unüberlegt oder einfach aus Gewohnheit heraus. Es tut gut sich das wieder in die Aufmerksamkeit zu holen und Achtsamer zu sein.
    Vielen Dank fürs teilen deiner Tipps.
    Herzlich
    Eos

    0
  • Liebe Dominique,

    gute Tipps von Dir.

    Mich ärgert aber richtig, dass es heute zunehmend schwierig wird Qualität zu kaufen. Oder empfinde ich das alleine so?

    Schon der Test zum Thema Elektrogeräte: Die Geräte haben ja heute quasi „Sollbruchstellen“, um nach der Garantie den Geist aufzugeben. Und zahlreiche Elektrogeräte sind bewusst so gestaltet, dass man sie nicht mehr reparieren lassen kann. So eine Ressourcenverschwendung.

    Selbst wenn man bereit ist, etwas mehr für bessere Qualität auszugeben findet man das nicht immer. Oft gibt es nur noch die günstigen Geräte mit den oben beschriebenen Nachteilen.

    Liebe Grüße, Andrea

    0
    • Liebe Andrea,
      ja, das stimmt, manchmal ist das ein echtes Problem, wenn man qualitativ hochwertige Dinge kaufen möchte.
      Für das Phänomen der „Sollbruchstellen“ gibt es leider sogar auch schon einen eigenen Begriff: „Obsoleszenz“ oder „geplante Obsoleszenz“.
      Laut Wikipedia bezeichnet dieser Begriff das Phänomen, „dass Produkte oder Wissensbestände auf natürliche oder künstlich beeinflusste Art veraltet sind oder altern.“
      Hier steckt natürlich wieder ein wirtschaftliches Interesse hinter, dass wir als Konsumenten gezwungen werden, das Gerät oder ähnliches komplett neu zu kaufen. Gott sei Dank formiert sich dagegen aber langsam Widerstand, z.B. in Form der Repair Cafés (siehe Punkt 10 im Artikel).
      Liebe Grüße,
      Dominique

      0
  • Gute Tipps, danke.
    Ich finde es ebenfalls sehr wichtig, hochwertige Sachen zu kaufen. Und da geht es mir wie der Kommentatorin vorher: Das ist nicht immer leicht.

    0
  • Danke für diese tollen Tipps. Einige davon setzen wir schon um (z.B. verwenden wir nur Stofftaschen beim Einkaufen), bei ein paar anderen Punkten „da geht noch was“. 🙂

    Liebe Grüße
    Christina

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  • Super Tipps. Schön zusammen gefasst. Danke Dominique!

    Ich finde es wichtig sich immer mehr bewusst zu verhalten: Brauch ich das wirklich? Gibt es das noch in anderer Form? Wo kann ich das „grüner“ einkaufen? usw..

    Das Thema mit dem Coffee-to-go hat mich in der letzten Zeit auch immer mehr genervt: Wieviel Müll wird wohl auf der Welt allein dafür produziert?

    Wenn jeder sich ein bisschen damit beschäftigt Müll einzusparen kann bestimmt schon etwas erreicht werden.
    Liebe Grüße, Ines

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    • Hallo Ines,
      schön, dass Dir Artikel gefällt! 🙂
      Ich denke auch, dass es einfach darum geht, dass jeder schon im Kleinen bei sich anfängt…alle zusammen genommen können dann nämlich einen gewaltigen Einfluss haben!
      LG, Dominique

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  • Ich versuche auch grün zu leben. Wir haben im Haus einige PETrecycelte Taschen, und die halten suuuper. Ich versuche auch verschiedene Bereiche einzusparen. Der erste Schritt war, mir ein Glas ins Büro mitzunehmen, damit ich nicht immer Plastikbecher verwenden muss.

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  • Hallo,
    ich habe den Artikel (und deinen Blog) gerade erst entdeckt, weil ich mich aktuell sehr stark mit dem Thema Nachhaltigkeit befasse. Kind Nummer 3 ist unterwegs und irgendwie wird einem da doch bewusster, was für eine Welt man seinem Nachwuchs hinterlassen möchte. Deine 20 Tipps sind ein sehr guter Einstieg in das Thema, weil die wirklich jeder quasi „aus dem Stand“ umsetzen kann. Viele Punkte davon habe ich auch selber schon beherzigt, z.B. den Umgang mit Papier.

    Ich habe früher zum Teil 3-4 Rollen Küchenpapier in der Woche verbraucht. Ein Wahnsinn, rückblickend. Jetzt brauche ich fast gar keine mehr. Anfang Juni sind wir umgezogen, da hat mein Mann mich auf http://www.turtle-box.de gebracht, weil er die von der Arbeit kannte. Normalerweise vermeide ich Plastik, wo es nur geht, aber in dem Fall ist es mal echt sinnvoll. Wenn ich mir überlege, was wir mit unserem 4-Personen-Haushalt bisher jedes Mal an Papiermüll produziert haben beim Umzug (mein Mann wechselt beruflich oft den Standort) – da sind solche wiederverwendbaren Boxen sicher 1000mal nachhaltiger.

    Meine Kaffee-to-go-Sucht habe ich mir auch abgewöhnt und mache mir lieber zuhause einen schönen Kaffee, den ich im Keramik-Becher mitnehme. Schmeckt auch meistens viel viel besser, wenn man mal ehrlich ist. Ich bin schon gespannt auf die restlichen Beiträge im Blog … 🙂

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