5 gesunde Heißgetränke für den Winter

Seit dieser Woche haben schon wieder die Weihnachtsmärkte geöffnet und auch ich werde dort bestimmt den einen oder anderen Glühwein trinken. Nur auf seine wärmende Wirkung sollte man sich nicht allzu sehr verlassen. Denn Alkohol in frostiger Außenluft genossen, gibt eine trügerische Wärme: Ethanol erweitert die Blutgefäße, so dass mehr Blut an die Hautoberfläche gelangt und der Körper die Wärme umso schneller abgibt. Der Effekt ist nach kurzem Wärmegefühl vorbei, man friert also mehr als vorher. Ganz zu schweigen von den Mengen von Zucker, die in den meisten Glühweinen enthalten sind, die nicht wirklich gesund sind und den Körper in einen kleinen Zuckerschock versetzen.
Aber hey, ich will Euch und mir auch gar nicht die Weihnachts(markt-)stimmung vermiesen, sondern nur gesunde Alternativen für Heißgetränke vorstellen, mit denen man sich nicht nur aufwärmen sondern teilweise auch heilsame Zutaten zu sich nehmen kann!

 

 

Goldene MilchGoldene Milch
Die “Goldene Milch” ist ein tolles Getränk für den Abend vorm Schlafengehen, da sich die Heilkräfte des darin enthaltenen Gewürzes besonders gut in der Nacht entfalten und den Körper so bei seiner Regeneration unterstützen können. Den Namen hat das Rezept, weil das Getränk durch das Gewürz Kurkuma seine goldene Farbe erhält. Die wichtigste Zutat in diesem Rezept neben Kokosöl und pflanzlicher Milch ist auch Kurkuma.
Dieses enthält Curcumin, welches antioxidative, entzündungshemmende und Anti-Krebs-Eigenschaften vorweisen kann. Das Hinzufügen von schwarzem Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit von Curcumin tausendfach.
Kurkuma ist ein tolles Gewürz mit vielen heilenden Eigenschaften für den Körper, so dass man es wenn möglich regelmäßig in der Küche anwenden sollte.

Kurkuma…

– fördert die Verdauung
– entgiftet die Leber
– reguliert den Stoffwechsel und das Gewicht
– wirkt sich positiv auf Bluthochdruck aus
– verbessert die kognitive Leistung
– wirkt entzündungshemmend
– ist anti-Oxidativ
– ist antiseptisch und schmerzlindernd
– stärkt das Immunsystem und
– gut für den Cholesterinspiegel.

Die Herstellung der Goldenen Milch benötigt zwei Schritte. Zuerst wird die Kurkuma-Paste auf Vorrat zubereitet und im Kühlschrank gekühlt. Danach kann die “Goldene Milch” im 2. Schritt zubereitet werden.

1. Schritt: Kurkuma-Paste
¼ Tasse Kurkuma-Pulver
½ TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
½ Tasse reines Wasser

Alle Zutaten für die Paste in einem kleinen Topf vermischen und unter ständigem Rühren erhitzen. Die Hitze sofort reduzieren und weiter rühren, bis sich eine homogene, dicke Paste bildet. Diese etwa 7 Minuten lang bei kleiner Hitze kochen. Abschließend abkühlen lassen und in ein verschließbares Gefäß aus Glas (z.B. ein leeres Marmeladenglas) füllen. Die Paste hält sich ca. 3-4 Wochen im Kühlschrank.

2. Schritt: Goldene Milch (für 1 Tasse)
1 Tasse pflanzliche Milch
1 TL natives Kokosöl
½ TL Kurkuma-Paste
1 TL Süßungsmittel (z.B. Birkenzucker, Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Honig, Stevia etc.)
Vanille (Vanilleextrakt oder Vanilleschote), optional

Zubereitung:
Die Zutaten für die Milch bis auf das Süßungsmittel in einem kleinen Topf vermischen und unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Milch sollte nicht zum Kochen gebracht werden.  Anschließend vom Herd nehmen und mit Süßungsmittel und Vanille abschmecken.  Man kann die Milch auch noch einmal in den Standmixer geben, dann schmeckt sie wie heißer, schaumiger Milchshake.

 

Ingwerwasser (300x400)Ingwerwasser
Ingwer besitzt eine desinfizierende Wirkung gegen Bakterien und Viren, wirkt durchblutungsfördernd, hemmt Erbrechen und Übelkeit, steigert die Produktion von Gallensaft und regt allgemein die Verdauung an. Seit 1988 besitzt Ingwer auch in Deutschland eine offizielle Anerkennung als Heilpflanze, der wirksamen Knolle werden insgesamt mehr als 20 pharmakologische Eigenschaften zugeschrieben. Der Geschmack des Ingwers ist charakteristisch fruchtig-scharf und würzig, was sich vor allem durch die enthaltenen Scharfstoffe, die sog. Gingerole und Shogaole, erklärt. Auch sind ätherische Öle, Vitamin C, Eisen, Phosphor, Calcium, Kalium, Natrium, Harzsäuren sowie zahlreiche weitere sekundäre Pflanzenstoffe als wirksame Inhaltsstoffe im Ingwer enthalten.

Bei Ingwerwasser von einem Rezept zu reden, wäre vielleicht ein wenig übertrieben, denn man gießt einfach nur heißes Wasser (am besten gefiltertes oder Quellwasser) auf geschnittene Ingwerscheiben. Dazu entfernt man von einem dicken Stück Ingwerknolle die Schale und schneidet dann daraus dicke Scheiben. Diese kann man dann so in die Tasse geben oder auf einem Holzstab aufspießen.
Wer Ingwer nicht so gerne mag, kann alternativ Zitronenwasser machen.Dafür erwärmt man ein gutes Wasser (gefiltertes Wasser oder kohlensäurefreies Quellwasser) und gibt pro Glas Wasser den Saft einer halben Zitrone hinzu.

 

Heiße Schokolade mit Maca (für 1 Tasse)
Für alle, die ihren Kaffeekonsum reduzieren wollen oder einen Ersatz für Kaffee finden wollen, ist diese heiße Schokolade mit Macapulver genau das Richtige. Es ist nicht nur ein leckeres wärmendes Getränk, das durch den Maca einen Energiekick liefert, sondern ist dabei auch noch gesünder und schmeckt besser als Kaffee.
Maca ist übrigens das Superfood der südamerikanischen Inka, welches heute in der Naturheilkunde vor allem als natürliches Aphrodisiakum und als Energielieferant eingesetzt wird. So findet es z.B. Anwendung bei Libidomangel, Potenzproblemen, unerfülltem Kinderwunsch aber auch zur allgemeinen Leistungssteigerung.

Zutaten:
1 Tasse pflanzliche Milch
1 gehäufter TL Macapulver
1 gehäufter TL Kakaopulver
1 Prise Zimt

Zubereitung:
Die Milch langsam im Topf erhitzen und zum Kochen bringen. Währenddessen in einer kleinen Schale das Kakaopulver zusammen mit dem Maca und dem Zimt und etwas von der (kalten) Milch glattrühren. Sobald die Milch im Topf kocht, die Schokoladen-Maca-Mischung hinzugeben und alles nochmal kurz aufkochen. Bei Bedarf mit einem Süßungsmittel nach Wahl süßen.

 

Chai-Tee (für ca. 8 Tassen)
Ich bin ja der absolute Chai-Tee–Fan, aber war bis dato zu faul, mir einen Chai-Tee selber zu machen. Nach Ausprobieren dieses Rezeptes muss ich allerdings zugeben, dass es schon etwas Anderes ist, frische Gewürze zu nehmen und alles selber zusammenzumischen – da kann auch mein geliebter Yogi-Chai-Tee nicht mithalten.

Zutaten:
6 Tassen Wasser
4 Tassen pflanzliche Milch
6 ganze Kardamomkapseln
4 Nelken
1 EL Fenchelsamen
½ TL fein gehackter Ingwer
4 EL Assam-Tee
Zimtpulver

Zubereitung:
Alle Zutaten, bis auf den Tee, in einem Topf zum Kochen bringen, umrühren. Bei geringer Hitze eine Minute köcheln lassen. Den Tee hineingeben und alles noch einmal aufkochen. Dann auf kleinste Stufe stellen und 10-15 Minuten ziehen lassen. Den Gewürztee anschließend durch ein Sieb direkt in die Tassen oder in eine Kanne gießen. Vor dem Servieren etwas Milch aufschäumen, den Milchschaum auf den Tee geben und mit Zimtpulver bestreuen.

 

Glühweinpunsch (für ca. 1 Liter)
Wer gerne etwas Ähnliches wie Glühwein trinken möchte, aber dabei den darin enthaltenen Alkohol und einen Zuckerschock vermeiden will, kann dieses Punschrezept ausprobieren.

Zutaten:
1/2 Liter Wasser
2 Teebeutel Früchtetee
1 kleines Glas Apfelsaft
1 kleines Glas Orangensaft
1/2 TL Zimt
2 Nelken
1 Prise Kadamom
etwas Vanillezucker
Süßungsmittel nach Wahl (z.B. Kandiszucker, Honig, Agavendicksaft etc.)

Zubereitung:
Das Wasser aufkochen und die 2 Teebeutel darin für ca. 5 Minuten ziehen lassen. Die restlichen Zutaten (bis auf das Süßungsmittel) hinzugeben und alles nochmal kurz aufkochen lassen. In Tassen füllen und je nach Geschmack süßen.

 

Welche Heißgetränke trinkst Du gerne im Winter? 

 

Warum ich nicht mehr vegan bin…

j´adore tofu shirt (300x400)

…das werde ich Dir im folgenden Beitrag erklären.

Doch bevor Du denkst, dass ich wieder angefangen habe, Tiere oder deren Produkte zu essen, lies bitte erstmal weiter! Denn darum geht es gar nicht, sondern vielmehr um das Wort „vegan.“

Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe irgendwie ein Problem mit diesem Wort. Für mich klingt es auf Deutsch einfach nicht schön, eher unförmig und nach nichts, womit man bei anderen Werbung machen könnte. Ja, es klingt eigentlich eher nach einer Krankheit, es könnte eine Art von Fusspilz sein oder irgendetwas anderes Ansteckendes.

Wie schön das Wort wieder in anderen Sprachen klingt:  Der Franzose sagt ganz vornehm „végétalien bzw. végétalienne”, der Italiener „vegano, vegana“ genauso übrigens wie der Spanier, und auch auf Englisch klingt es zumindest neutral: „wie-gen“. Selbst auf Chinesisch klingt vegan richtig nett: “chúnsù”.
Nur im Deutschen, hach ja, da klingt das Ganze wieder so holzig und ja, nach einer Krankheit, ganz besonders das Nomen „Veganismus“ klingt wie „Botulismus“ oder „Alkoholismus“. Und die Aussage „ich bin Veganer“ hat für mich irgendetwas von „ich bin Außerirdischer, komme mir nicht zu nahe“.

Versteht mich nicht falsch, ich bin eigentlich immer die Erste, die die deutsche Sprache verteidigt und immer dafür gekämpft hat, dass Präsentationsfolien zumindest einen rein deutschen Satz ohne englische Worte enthalten. Aber bei dem Wort vegan würde ich am liebsten, auch auf deutsche Nachfrage, antworten: „Je suis végétalienne“. Wäre das nicht schön?
Es ist so schade, dass ein auf Deutsch so komisch-klingendes Wort in meinen Augen kein bisschen das Schöne, Liebevolle und Empathische transportiert, was eigentlich Inhalt dieses Begriffes ist: ich liebe Tiere, daher möchte ich sie nicht essen, und deswegen ernähre ich mich rein pflanzlich. Und außerdem liebe ich meinen Körper und möchte ihm daher nur noch viel Gutes aus Pflanzen geben. Und außerdem liegt mir unsere Umwelt und die Zukunft unseres Planeten am Herzen, und durch meine rein pflanzliche Ernährung kann ich dazu zumindest ein klein wenig beitragen, dass weniger Ressourcen verschwendet werden.“
Stattdessen hat dieses „Ich bin Veganerin“ wirklich etwas Befremdliches, so etwas „Hilfe, die ist ansteckend“-artiges. Wahrscheinlich liegt es einfach an der deutschen Sprache, die ja generell eher ein wenig holprig ist…zumindest im Vergleich mit anderen Sprachen, wie man im folgenden Video sehen und hören kann! ;-)

Was nun?

Nun, was mache ich jetzt? Die ganze Sache beenden? Keine Lösung, schließlich bin ja weiterhin überzeugt davon!
Nur noch Französisch sprechen: Das wäre eine Lösung, aber nur in Frankreich oder mit meiner Familie aber nicht hier in Deutschland.
Eine Online-Petition für die Entwicklung einer neuen Wortkreation starten: Schwierig!

Ich sehe ja auch durchaus ein, dass das Wort „vegan“ inzwischen immer mehr Aufmerksamkeit bekommt und immer mehr Menschen verstehen, was es bedeutet. Und es ist auch kurz und passt so gut auf alle Speisekarten und in Blogtitel! ;-)
Ich habe mir für die Zukunft trotzdem vorgenommen, es zumindest mündlich weniger bzw. in anderer Form zu benutzen. Mein Plan ist es im Gespräch mit anderen z.B. zu sagen „Nein, danke. Ich ernähre mich rein pflanzlich.“ Oder „Ach wusstest Du das nicht, ich versuche doch Lederprodukte zu meiden, daher ist meine Tasche aus Lederimitat.“ Oder wirklich „Je suis végétalienne“! ♥
Für mich hat das einfach etwas viel Subtileres, und ich bin überzeugt davon, dass es weniger abschreckend klingt als „Ich bin Veganerin“ zu sagen. Ich würde sogar fast behaupten, dass es noch eher die Neugierde meiner Gesprächspartner weckt.

Ach übrigens, apropos subtil und französisch!
Je länger ich rein pflanzlich lebe, desto mehr habe ich auch das Bedürfnis, diese wichtigen Themen nach außen zu tragen, z.B. in Form von Botschaften auf T-Shirts oder ähnlichem. Jedoch fand ich die Sprüche, die ich bis dato auf T-Shirts oder Sweatshirts gesehen habe, nicht passend für mich, aus oben genannten Gründen und weil sie mir teilweise zu negativ und „aggressiv“ waren.
Deswegen habe ich mich kurzerhand dazu entschieden, mir selber ein paar Designs auszudenken und diese erstmal in Form eines Spreadshirtshops auf meiner Seite anzubieten.
Vielleicht brauchst Du ja noch ein gemütliches Sweatshirt fürs Yoga oder zum Einkuscheln auf dem Sofa? Oder ein T-Shirt zum Laufen?
Meine ersten Ideen kannst Du auf jeden Fall in meinem neuen Shop bewundern, vielleicht ist ja auch etwas für Dich dabei!


Magst Du das Wort “vegan” oder findest Du es auch eher komisch?

10 Gewohnheiten, die Du wie Deine Großmutter tun solltest

Großmütter

 

Manche Menschen sehen die gute alte Zeit vielleicht ein wenig zu verklärt und in romantischem Licht, während andere heilfroh sind, nicht in alten Zeiten leben zu müssen.
So oder so kann man jedoch nicht leugnen, dass es definitiv einige gute Dinge und Weisheiten von früher gibt, die von Generationen stammen, die weder von exzessivem Konsumdenken behaftet noch umgeben von Chemikalien oder verwirrt von der digitalen Welt waren.
Genau, ich spreche von der Zeit unserer Ur-Großmütter und Großmütter!

Diese Zeit ist bekannt für ihren Reichtum an praktischen Lösungen, akkurate und saubere Haushaltsführung und gesunden Menschenverstand…und die Frauen dieser Zeit waren wirklich sehr praktisch veranlagt und klug.
Die folgenden Dinge sind auf jeden Fall Gewohnheiten unserer (Ur-)Großmütter, die zu wertvoll sind, als dass sie in Vergessenheit geraten sollten:

Schreibe Briefe!
Wir sollten alle wieder regelmäßig mehr schreiben…keine Emails, keine sms, sondern grundehrliche, altmodische handgeschriebene Briefe, bei denen man einen Füller oder einen Kugelschreiber und schönes Papier benutzt, das man anschließend schön zusammenfaltet, in einen Umschlag steckt und in den Postkasten wirft.
Das Ganze erfüllt verschiedene Zwecke: Erstmal macht es die gute alte Deutsche Post glücklich, denn Briefe werden im digitalen Zeitalter rar! Viel wichtiger ist es jedoch, dass man beim Schreiben gezwungen wird, einen Gang runterzuschalten, um sorgfältig seine Worte auszusuchen, die man zu Papier bringen will. Der einfache Akt des Schreibens ist dabei eine ziemlich gute Übung für mehr Achtsamkeit. Darüberhinaus freut sich der Empfänger Deines Briefes endlich mal etwas Anderes als nur eine Rechnung oder einen Katalog in seinem Briefkasten zu finden. (Außerdem stellt es sicher, dass Du nicht vergisst, wie man mit einem Stift schreibt…!!! ;-))


Koche selbst!

Selbstverständlich kommt dieser Punkt mit auf die Liste, denn schließlich gehört er zu den Grundregeln der Großmütter: Selbst wenn Du am Abend spät von der Arbeit nach Hause kommst oder Du nicht weißt, wie man kochen soll oder aus irgendeinem anderen Grund nicht kochen willst, solltest Du es trotzdem einfach mal versuchen. Es muss auch nicht arbeitsintensiv sein (Stichworte Dampfgarer, schnelle Rezepte, Vorkochen und Einfrieren), es ist meist um Einiges günstiger, es ist immer gesünder (denn Du kannst entscheiden, welche Zutaten Du nimmst), es kann sogar entspannen und Spaß machen, und es schmeckt einfach besser (wenn Du einmal den Bogen raushast!).


Lege einen Garten an!
Damit meine ich alles, was möglich ist, angefangen von einem kleinen Basilikumtopf in der Küche oder auf dem Balkon bis hin zu Pflanzen und Gemüsebeeten im eigenen Gartenstück. Die Größe spielt keine Rolle, es geht mehr darum, dass man etwas hegt und pflegt, bis man es ernten kann, damit es gegessen, zum Tee aufgebrüht, als Heilkraut genutzt oder als Dekoration in der Vase genutzt werden kann. Nebenbei sparst Du Geld, pflegst ein entspannendes Hobby  und kannst Dich daran erfreuen, dass Du Dich mit einigen garantiert 100% natürlichen Dingen selbst versorgen kannst.

 

Achte auf Deine Kleidung
…und wenn nötig, bessere sie aus! Es kann sein, dass Deine (Ur-)Großmutter keine Socken gestopft hat, aber sie hat sicherlich viele andere Kleidungsstücke ausgebessert. In er Wegwerfgesellschaft von heute gibt es so viele Dinge, die man beim ersten Zeichen von Abnutzung oder Rissen weggeworfen werden, und das ist einfach nur traurig. Und teuer. Und völlig falsch. Mit in bisschen Pflege und Sorgfalt kann unsere Kleiung viel länger halten und wir können uns länger an ihr erfreuen. Und habe keine Angst vor der Nadel und Faden, um sie  vielleicht in etwas ganz anderes zu verwandeln (Stichwort Upcyling).


Setze Naturheilmittel ein!
Wenn Opa mitten in der Nacht einen Husten bekam, ist Oma dann aufgestanden, hat sich angezogen und ist zur nächsten Bereitschaftsapotheke gefahren, um Opa ein chemisches Hustenmittel für 10 Euro zu kaufen? Wohl eher nicht! Sie ist aufgestanden und hat für Opa vermutlich eine Zwiebel zusammen mit Honig zum Kochen gebracht und ihm dieses Getränk verabreicht…oder etwas anderes rein pflanzliches aus der Hausapotheke eingesetzt.
In der Tat sind sehr viele alte Hausmittel oft wirksamer als die chemischen Gegenstücke. Und warum sollte man also einen Haufen Geld für fragwürdige Medikamente mit Nebenwirkungen ausgeben wenn man genauso gut natürliche Methoden aus der Hausapotheke oder dem Garten einsetzen kann?


Reinige Deine Wohnung mit Zutaten, die Du auch essen könntest!
Weise Großmütter haben nicht zu hochgiftigen Produkten wie ätzende Abflussreinigungsmittel, Ofenreiniger oder  Toilettenreiniger gegriffen und auch nicht zu Dingen, die so voll von synthetischen Duftstoffen waren, dass man davon Atemprobleme oder Kopfschmerzen bekommt. Nein, sie sind in die Küche gegangen und  haben das Backpulver und den Essig hervorgeholt. Diese Dinge sind billiger, sicherer und besser für die Umwelt. Und sie machen dabei auch genauso gut sauber! Versuche, in Zukunft Deine Wohnung mit diesen Zutaten aus dem Küchenschrank zu reinigen, und falls Du versehentlich etwas davon in die Augen oder in den Mund bekommen solltest, musst Du nicht den Arzt oder die Gifthotline anrufen. Ist das nicht super?

 

Gehe spazieren!
Stadtbewohner und regelmäßige Spaziergänger werden es wissen, aber für den Rest von uns ist es nicht schlecht, es uns wieder in Erinnerung zu rufen: Spazierengehen ist super, sowohl für unseren Körper als auch unseren Geist. Wenn Du Deine Besorgungen zu Fuß erledigen kannst, dann mach es! Wenn Du in einer Umgebung lebst, in der man auf ein Auto angewiesen ist, denke an die Gewohnheit unserer Großmütter, nach dem Essen einen Spaziergang zu machen. Die gesundheitlichen Vorteile, jeden Tag eine halbe Stunde spazieren zu gehen oder straff zu laufen, sind wirklich nicht zu unterschätzen. Und man kann dabei auch wieder sehr gut entspannen, was in unserer hektischen Zeit durchaus von Vorteil ist.

Schalte Geräte ab!
Wir können auf jeden Fall sehr dankbar dafür sein, dass es heute Waschmaschinen gibt und wir zum Wäschewaschen kein Waschbrett mehr nutzen müssen. Aber das bedeutet nicht, dass wir hier immerzu auf Geräte zurückgreifen müssen. Denn sie kosten uns Geld und verbrauchen Strom, was auch unseren ökologischen Fußabdruck erhöht. Warum also nicht mal die Wäsche an die Wäscheleine hängen und an der Luft trocknen lassen? Darüberhinaus kann man sich natürlich auch überlegen, welche weiteren Geräte mal von Zeit zu Zeit ausschalten oder ungenutzt lassen kann, wie z.B. den Fernseher oder andere Elektronikgeräte.
Es geht nicht darum, dass Du zum Technikfeind mutieren sollst, aber bewusster mit dem Einsatz von Haushaltsgeräten und Elektronik umzugehen, hat auch etwas sehr befreiendes.


Benutze Deine Sachen, bis sie kaputt gehen!
Vorausgesetzt die Mode würde sich nicht so schnell ändern und die Dinge würden länger halten: Glaubst Du, Deine Großmutter würde beispielsweise einen vollständig funktionierenden weißen Kühlschrank wegschmeißen, nur um ihn durch einen trendigen Edelstahlkühlschrank zu ersetzen? Sie würde gar nicht daran denken, und das solltest Du auch nicht!
Nutze Deine Dinge solange Du kannst, am besten bis sie es sind, die den Geist aufgeben, und nicht Du, der entscheidet, wann etwas ausgetauscht werden soll. Und dann kann man sogar immer noch versuchen, die Sachen weiterzubenutzen oder etwas anderes daraus herzustellen (Upcycling!). Du wirst Geld sparen und Du wirst unsere bereits übergroßen Müllhalden ein klitzekleines bisschen kleiner halten.


Iss keine künstlichen Sachen!
Okay, hierfür müssen wir wohl mehrere Generationen von Großmüttern zurückspringen und Michael Pollan zitieren: „Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte” (so heißt übrigens auch sein Buch!).
Stell´Dir einmal vor, wie perplex Deine Vorfahren wären, wenn sie heute in einen modernen Supermarkt kämen und alle unsere künstlichen Nahrungsmittel sehen würden, wie Vitaminwasser, quietschbunte Süßigkeiten oder  “Toasties”.(…)
Diese Nahrungsmittel haben den Namen “Lebensmittel” nicht verdient, denn sie leben kein bisschen mehr, sondern sind tot und völlig nährstofffrei. Es sind vielmehr künstliche, im Labor produzierte Essensprodukte, und wir sollten bei deren Anblick genauso verschreckt reagieren wie unsere Großmütter.

 

Welche kluge Gewohnheit hast Du von Deiner Großmutter übernommen? 

1 2 3 29

Mein kostenloser Newsletter:

Erhalte regelmäßig meine Tipps für ein grünes & glückliches Leben! Mit Deiner Anmeldung bekommst Du sofort mein kostenloses E-Book!

Mein Youtube Kanal

Grüne Augen, grüne Seele, grünes Herz - mit meinem Blog möchte ich meine Leidenschaft für ein grünes Leben mit Euch teilen ... mehr